Endlose Panoramablicke bis ins Siebengebirge, verträumte Täler mit wogendem Schilf, herrlichen Waldpassagen rauschende Wassern du beeindruckende Trasshöhlen: Der Traumpfad bietet alles für einen schönen Tag und ist für die Wahl zum Wanderweg des Jahres 2020 nominiert.

Abenteuerliche Naturerlebnisse: Höhlen- und Schluchtensteig Kell als Wanderweg des Jahres nominiert<br/>

Mitten in freier Flur, am Parkplatz Bergwege [1], starten wir die Tour auf dem Höhlen- und Schluchtensteig. Noch vor dem ersten Schritt halten wir inne und sind begeistert von der 360-Grad-Panoramasicht, die sich uns vom höchsten Punkt der Wanderung besonders bei klarem Wetter bietet.

Wir erfreuen uns an den Feldern und den vereinzelten, knorrigen Obstbäumen. Zwischen Feld und Wiese streben wir zum nahen Waldrand und zum Krayerbach. Die Strecke durch das Tal gestaltet sich sehr abwechslungsreich und setzt einen deutlichen Kontrapunkt zu den vorherigen offenen Flurpassagen.

Nach 2.9 km passieren wir das Areal der Krayermühle und treffen bei Kilometer 3.6 auf Höhe der Pöntermühle [2] ein. Der Bach plätschert munter, und wir können uns bald schon wieder am weißen Teppich der Frühjahrsblüher erfreuen. Etwas oberhalb des Weges lädt die Pöntertal-Hütte zur Rast ein.  Nach 4.5 km biegen wir links Richtung Kell ab und queren über einen Steg das Wasser.

Wir folgen dem Hinweis zum Schützenhaus und laufen unter den lichten Buchen gemächlich aufwärts. Hart an der Hangkante wandern wir auf gewundenem Pfad nach Westen. Kurz bevor der Traumpfad an einem Strommast über eine Wiese führt, bietet sich ein 50-Meter-Abstecher nach rechts an: Vom Schweppenburgblick aus [3] haben wir nicht nur die Burg fest im Blick, sondern können auch die Aussicht ins waldreiche Brohltal auskosten. Nach 6.6 km beglückt uns der Heimatblick [4] mit einer weiteren, sehr schönen Aussicht, eine Bank bietet zudem Gelegenheit zur Rast.

Eine unscheinbare Schutzhütte lassen wir links liegen und biegen 100 Meter später an einer Bank scharf rechts zur „Schönen Aussicht“ ab. Ein Pfad führt uns mit einigen Schlenkern abwärts, bis wir Bänke vor uns sehen. Wir sind sofort begeistert von der sprichwörtlich „Schönen Aussicht“ [5]. Das Brohltal mit der Strecke des Vulkanexpress, die Trasshöhlen und erste Ausläufer von Burgbrohl liegen wie in einer Modelllandschaft tief unter uns. Wir befinden uns auf dem sogenannten „Krippenweg“ – weil das Wurzelmaterial am Wegesrand jedes Jahr die Krippen-Bastler magisch anzieht. Schließlich endet der Abstieg an einem breiten Waldweg. Wir wenden uns nach rechts und werden nun kurz vom Quellenweg begleitet, einem reizvollen, gut 24 km langen Rundweg, der in Bad Breisig beginnt. Nach einer Kurve mit guter Aussicht ins Tal verlassen wir den Quellenweg. Der steile Hermann-Löns-Pfad (bei feuchtem Wetter sind Stöcke und gutes Schuhwerk ein Muß!) bringt uns hinab zur B 412 und zum Jägerheim.

Vor uns erheben sich die grau-weißen Wände der Trassablagerungen, die hier bis 60 Meter Mächtigkeit erreichen. Magisch ziehen uns die Höhlen  [6] an, die sich im weichen Vulkanmaterial befinden. Begeistert stellen wir unmittelbar vor der ersten Höhle fest, dass uns der Traumpfad nun nicht etwa außen entlang, sondern mitten durch die Höhlen führt. Gemeinsam mit der Georoute U gehen wir auf Entdeckertour unter Tage. Aber keine Angst, man benötigt weder Höhlenausrüstung noch Taschenlampe, denn durch die großen Öffnungen fällt genug Licht. Die geräumigen Höhlenpassagen lassen das aufrechte Durchschreiten problemlos zu, und so können wir das Abenteuer im Trass unbeschwert genießen.

Gewunden führt der Traumpfad durch das Höhlenareal – und zum nächsten Natur-Höhepunkt: Filigran hängen in der Wolfsschlucht Efeuranken von himmelhohen Trasswänden herab und tragen zur Urwaldatmosphäre bei. Unten im Tal rauscht der Bach und gräbt sich immer tiefer ins weiche Vulkangestein ein. Der krönende Abschluss der Wanderung durch die Wolfsschlucht ist nach 9.8 km sicherlich der Wasserfall.

Wir folgen dem Traumpfad am Waldrand entlang in das Wassenacher Tal und erobern noch einmal das Hochplateau. Besonders an der Bank des Siebengebirgsblickes [9] sind wir noch einmal überwältigt vom Panorama bevor nach aufregenden [12 km] wieder am Parkplatz [1] eintreffen

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Fazit:

Endlose Panoramablicke bis ins Siebengebirge, verträumte Täler mit wogendem Schilf, herrlichen Waldpassagen rauschende Wassern du beeindruckende Trasshöhlen: Der Traumpfad bietet alles für einen schönen Tag und ist für die Wahl zum Wanderweg des Jahres 2020 nominiert.

Start/Ziel: Parkplatz Bergwege
Länge: 12 km
Gehzeit: 3 Std. 45 Min.
Höchster Punkt: 328 m
Steigung: 322 m
Gefälle: 322 m
Anspruch: Mittel

Anfahrt:
A 61, Abfahrt Kruft, auf der L 113 zur Abzweigung der K 57 nach Kell. Kurz nach dem Berghof befindet sich der Parkplatz .

ÖPNV:
Von Andernach bzw. Maria Laach verkehrt der Regiobus.

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