Eine Mitarbeiterin der Koblenzer Filiale bestätigte Merkurist/aktuell4u telefonisch die bevorstehende Schließung. Demnach laufe bereits der Ausverkauf. Zuvor war noch davon ausgegangen worden, dass der Standort im Löhr Center bestehen bleiben könnte.
Für die Region Koblenz hat die Sanierung der Deko-Kette damit weitere Folgen. Die Depot-Filiale im Gewerbepark Mülheim-Kärlich hatte bereits am Samstag, 29. August, zum letzten Mal geöffnet. Die Filiale im Löhr Center war dagegen nicht Teil einer früheren Schließungsliste gewesen.
Rund 730 Beschäftigte betroffen
Nach übereinstimmenden Berichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und der Lebensmittelzeitung sollen sämtliche Arbeitsverhältnisse sowie die Mietverträge der Filialen zum 30. September gekündigt werden. Rund 730 Beschäftigte seien davon betroffen.
Als Grund für die Einstellung des Geschäftsbetriebs habe Gries Masseunzulänglichkeit genannt. Das bedeutet, dass das vorhandene Vermögen nicht ausreicht, um sämtliche Verbindlichkeiten des Unternehmens zu begleichen.
Noch vor wenigen Wochen war geplant gewesen, etwa 50 eigene Depot-Filialen und rund 80 Shop-in-Shop-Flächen weiterzuführen. Im Mai hatte das Unternehmen erneut Insolvenz angemeldet. Zu diesem Zeitpunkt habe Depot noch rund 150 eigene Standorte betrieben.
Marke Depot soll erhalten bleiben
Das Ende der bisherigen Betreibergesellschaft soll nach Angaben von Gries allerdings nicht das Ende der Marke Depot bedeuten. Die Marke befinde sich in seinem Eigentum und solle in eine andere Gesellschaft überführt werden. Anschließend wolle er mit einer kleineren Mannschaft weitermachen.
Mit Vermietern sollen demnach Gespräche über neue Mietverträge geführt werden. Welche und wie viele der zuletzt rund 50 verbliebenen Filialen auf diesem Weg erhalten werden könnten, ist noch offen. Auch über die Zukunft der Depot-Shops in Märkten von Einzelhändlern wie Rewe und Edeka werde noch verhandelt.
Die GDC Deutschland GmbH mit Sitz im unterfränkischen Großostheim hatte bereits im Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe hatte Gries damals unter anderem Zölle, die Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher genannt.
