Ein ganzes Wochenende stand beim integrativen Orchesterprojekt „Kunterbunt“ im Zeichen von Rhythmus, Klang und Miteinander. 16 Kinder und Jugendliche verwandelten sich in den Räumen des Ambulanten Fachdienstes des HTZ gGmbH (AFH) in eine musikalische Gruppe, in der alle willkommen waren – unabhängig davon, ob sie bereits ein Instrument spielen konnten oder nicht.
Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Erleben von Musik: Kein Notendruck, keine Prüfungen, sondern Ausprobieren, Zuhören und Zusammenwachsen. Die Teilnehmenden konnten sich frei entfalten und herausfinden, welches Instrument zu ihnen passt.
Instrumente ausprobieren, eigene Stärken entdecken
Von Trommeln und Xylophonen über Blockflöten bis hin zu Keyboards und Gitarren: Die Auswahl an Instrumenten war vielfältig. Unter Anleitung konnten die Kinder Schritt für Schritt verschiedene Klänge erkunden, einfache Rhythmen entwickeln und schließlich gemeinsam musizieren.
Aus einzelnen Tönen und Geräuschen entstand nach und nach ein harmonischer Gesamtklang. Aus einer Gruppe von Einzelnen wurde ein Orchester, in dem jede und jeder mit den eigenen Fähigkeiten und der persönlichen Kreativität einen wichtigen Beitrag leistete.
Werkstattkonzert als Höhepunkt
Beim abschließenden Werkstattkonzert zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker stolz, was sie innerhalb kurzer Zeit gelernt und erarbeitet hatten. Vor Eltern, Geschwistern und Freundinnen und Freunden präsentierten sie ihre Stücke – geprägt von Spielfreude, Mut und musikalischer Vielfalt.
Der Applaus der Familien war groß und machte deutlich, wie wertvoll solche Erfahrungen sind: Musik wird zu einem gemeinsamen Erlebnis, das verbindet und Selbstvertrauen stärkt.
Kooperation für mehr Bildungsgerechtigkeit
„Kunterbunt“ ist ein gemeinsames Projekt der Musikschule Neuwied, des AFH Neuwied und des städtischen Kinder- und Jugendbüros. Das Kooperationsprojekt zeigt eindrucksvoll, wie Musik Brücken schlagen kann – über Unterschiede, Einschränkungen und Alltagssorgen hinweg.
Gefördert wurde „Kunterbunt“ vom Verband deutscher Musikschulen im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Durch diese Unterstützung konnten Unterricht, Instrumente und Verpflegung für alle Teilnehmenden kostenfrei zur Verfügung gestellt werden – ein wichtiger Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit.
Blick in die Zukunft: Musik für noch mehr Kinder öffnen
Die Organisatorinnen und Organisatoren wünschen sich, das Konzept auch in Zukunft fortzuführen und auszubauen. Ziel ist es, noch mehr Kindern und Jugendlichen regelmäßig Zugang zu gemeinsamer Musik zu ermöglichen – unabhängig vom Geldbeutel oder von individuellen Voraussetzungen.
„Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten, die mit Leidenschaft und Offenheit dazu beigetragen haben, dass ‚Kunterbunt‘ nicht nur ein Wochenende, sondern eine bleibende Erfahrung war“, fasst Hannah Lehmann vom städtischen Kinder- und Jugendbüro zusammen.
So bleibt am Ende vor allem eines: die Erfahrung, dass Musik verbindet – kunterbunt, inklusiv und nachhaltig.
