Das Freibad Pellenz bleibt ab der Saison 2027 auf unbestimmte Zeit geschlossen. Veraltete Technik und erhebliche Mängel machen eine umfassende Sanierung erforderlich. Für die Finanzierung ist der Zweckverband auf Fördermittel und zusätzliche Unterstützung angewiesen.

Andernach |

Das Freibad Pellenz kann im Jahr 2027 nicht mehr öffnen. Grund dafür sind erhebliche technische Probleme, die einen sicheren und zuverlässigen Badebetrieb nicht mehr gewährleisten. Bereits im Sommer 2026 musste das Bad mehrfach kurzfristig schließen. Der zuständige Zweckverband möchte das Freibad langfristig erhalten, benötigt dafür jedoch finanzielle Unterstützung.

Veraltete Technik macht Weiterbetrieb unmöglich

Pumpen, Filteranlagen und Wasseraufbereitung sind teilweise defekt oder nicht mehr ausreichend leistungsfähig. Auch die automatische Messtechnik funktioniert nicht mehr zuverlässig. Damit kann die vorgeschriebene Wasserqualität dauerhaft nicht sichergestellt werden. Einzelne Reparaturen reichen inzwischen nicht mehr aus, weshalb eine grundlegende Sanierung unumgänglich ist.

Die Finanzierung stellt den Zweckverband, dem Plaidt, Saffig und die Stadt Andernach angehören, vor große Herausforderungen. Nach ersten Berechnungen reichen die vorhandenen Eigenmittel nicht aus, um den erforderlichen Eigenanteil aufzubringen.

Wichtiger Treffpunkt für die Region fällt weg

Mit der Schließung verliert die Region vorerst eine bedeutende Sport- und Freizeiteinrichtung. Seit mehr als 30 Jahren lernen im Freibad jährlich über 200 Kinder schwimmen. Auch Schulen, Vereine und Menschen mit Behinderungen nutzen die Anlage regelmäßig. Besucherbefragungen zeigen zudem, dass mehr als die Hälfte der Gäste von außerhalb der Verbandsgemeinde kommt.

Der Zweckverband sucht nun gemeinsam mit politischen Verantwortlichen und Fördermittelgebern nach Finanzierungsmöglichkeiten. Wann das Freibad wieder öffnen kann, ist derzeit unklar. Ziel bleibt es, die Einrichtung langfristig für die Region zu erhalten.