Zwei Prostituierte im Raum Koblenz sind positiv auf Syphilis getestet worden. Bis zu 30 Männer könnten sich Anfang Oktober bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr angesteckt haben. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz ruft dringend zu Untersuchungen auf.

Koblenz |

Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz warnt vor einer möglichen Ausbreitung der sexuell übertragbaren Krankheit Syphilis. Zwei infizierte Prostituierte sollen Anfang Oktober innerhalb weniger Stunden ungeschützten Geschlechtsverkehr mit schätzungsweise 20 bis 30 Männern gehabt haben. Die Behörde appelliert an die Betroffenen, sich schnellstmöglich ärztlich untersuchen zu lassen.

Zwei Frauen positiv getestet

Am 5. Oktober erhielt die Kreisverwaltung Hinweise auf sexuelle Dienstleistungen ohne Kondom im Raum Koblenz. Bei einer Kontrolle am folgenden Tag veranlasste das Gesundheitsamt mit Unterstützung der Polizei entsprechende Untersuchungen. Die inzwischen vorliegenden Ergebnisse bestätigten bei beiden Frauen eine Syphilis-Infektion.

Die Krankheit kann zunächst ohne erkennbare Symptome verlaufen und unbehandelt schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Infizierte können den Erreger auch unwissentlich weitergeben.

Gesundheitsamt rät dringend zu Untersuchungen

Männer, die Anfang Oktober im Raum Koblenz ungeschützten Geschlechtsverkehr im Zusammenhang mit Prostitution hatten, sollten sich auch ohne Beschwerden testen lassen. Syphilis ist bei frühzeitiger Diagnose gut mit Antibiotika behandelbar.

Betroffene können sich an ihren Hausarzt, einen Facharzt oder das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz wenden. Die Beratung erfolgt vertraulich. Je nach Zeitpunkt des möglichen Kontakts kann eine erneute Untersuchung notwendig sein.