Die Polizei warnt die Bevölkerung im Kreis Neuwied vor einer hochgiftigen Schlange. Wie das Polizeipräsidium Koblenz am Freitag, 10. Juli 2026, mitteilte, wurde im Bereich des Roniger Wegs in Linz am Rhein eine Korallenotter gesichtet.
Ein Bürger hatte das Tier entdeckt, fotografiert und anschließend die Verbandsgemeindeverwaltung Linz informiert. Das Ordnungsamt, die Feuerwehr und ein Schlangenexperte werteten die Aufnahme aus. Nach Angaben der Behörden bestätigten sie, dass es sich tatsächlich um eine Korallenotter handelt.
Die Bevölkerung wird zusätzlich über eine Warn-App auf die mögliche Gefahr aufmerksam gemacht. Bislang wurde die Schlange nicht erneut gesehen.
Gift kann die Atmung lähmen
Korallenottern verfügen über ein starkes Nervengift. Ohne medizinische Behandlung kann dieses die Atemmuskulatur lähmen. Jeder Biss gilt deshalb als akuter medizinischer Notfall.
Nach Angaben der Polizei verhalten sich die Tiere grundsätzlich nicht aggressiv. Sie beißen in der Regel nur, wenn sie bedrängt, angefasst oder in die Enge getrieben werden.
Abstand halten und Notruf wählen
Wer die Schlange entdeckt, sollte ausreichend Abstand halten und keinesfalls versuchen, das Tier einzufangen oder zu berühren. Sichtungen sollen umgehend über die Notrufnummern 110 oder 112 gemeldet werden.
Obwohl die Korallenotter in der Region nicht heimisch ist, geht die Polizei davon aus, dass sie dort überleben könnte. Hinweise auf einen möglichen Besitzer nimmt die Polizeiinspektion Linz unter der Telefonnummer 02644 943-0 entgegen.
