In der Neuwieder Innenstadt will das Ordnungsamt Falschparker und Raser künftig deutlich stärker ins Visier nehmen. Besonders Marktstraße und Schloßstraße stehen im Fokus der Kontrollen.

Neuwied |

Kurz den Döner holen, die Pizza abholen oder schnell zur Bank: In der Neuwieder Innenstadt bleiben Autofahrer dafür immer wieder in zweiter Reihe stehen oder parken auf Geh- und Radwegen. Besonders in der Marktstraße und der Schloßstraße sorgt das regelmäßig für Behinderungen, Rückstaus und gefährliche Situationen.

Die Stadt Neuwied kündigt deshalb verstärkte Kontrollen an. Wer verbotswidrig hält oder parkt, muss künftig häufiger mit einem Bußgeld rechnen. Der vermeintlich schnelle Stopp kann schnell 70 Euro teurer werden.

Fokus auf Marktstraße und Schloßstraße

„Wir wollen niemanden schikanieren. Aber Regeln gelten für alle“, betonen Beigeordneter Ralf Seemann und Ordnungsabteilungsleiter Björn Siering. Gerade in der Innenstadt sorgten Falschparker immer wieder für Probleme, weshalb dort nun ein Kontroll-Schwerpunkt gesetzt werde.

Kontrolliert werden sowohl der ruhende als auch der fließende Verkehr. In der Marktstraße stehen Fahrzeuge häufig mit eingeschaltetem Warnblinker auf der rechten Fahrspur. Das macht den Verstoß jedoch nicht erlaubt. Außerdem wird dort besonders in den Abendstunden oft zu schnell gefahren, weshalb auch die Blitzerteams häufiger im Einsatz sein sollen.

Auch der Bereich vor dem Schloss bleibt im Blick. Die Beschilderung sei eindeutig, spätestens seit der Umstellung der Blumenkübel gebe es für Falschparker keine Ausreden mehr.

Erste Kontrollen zeigen Wirkung

Bei ersten Schwerpunktkontrollen an zwei Freitagen sprach das Ordnungsamt zahlreiche Verwarnungen aus. Bei einer Kontrolle wurden 23 Verstöße im ruhenden Verkehr festgestellt, zwei davon führten zu einem Punkt in Flensburg. Ein Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Zudem wurden in der Schloßstraße 14 Autofahrer geblitzt, der höchste gemessene Wert lag bei 63 Kilometern pro Stunde in einer Tempo-30-Zone.

Bei einer weiteren Großkontrolle kamen 33 schriftliche Verwarnungen zusammen. Fünf Falschparker wurden zudem am späten Abend im verkehrsberuhigten Bereich am Schloss dokumentiert.

Neben Falschparkern rücken auch E-Scooter und Fahrradfahrer in den Fokus, die verbotswidrig durch die Fußgängerzone oder über Gehwege fahren. Bei einer gemeinsamen Aktion von Polizei und Ordnungsamt in der Mittelstraße wurden 31 Verwarnungs- und Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden.

„Wer sich an die Regeln hält, hat nichts zu befürchten. Wer dagegen meint, zu rasen oder die Fahrbahn als Parkplatz nutzen zu können, muss künftig häufiger mit einem Knöllchen rechnen“, kündigt Seemann an.