An der Eisenbahnbrücke Horchheim steht ein entscheidender Bauabschnitt bevor. Mitte Juli werden drei tonnenschwere Segmente der neuen Vorlandbrücke eingehoben. In den beiden Nächten müssen Anwohner mit erhöhtem Baulärm rechnen.

Koblenz |

Die Arbeiten zur Verbreiterung des Geh- und Radwegs an der Eisenbahnbrücke Horchheim kommen nach Angaben der Stadt Koblenz weiterhin planmäßig voran. Das Projekt unter Federführung des städtischen Tiefbauamtes soll die Verbindung zwischen den Stadtteilen Oberwerth und Horchheim für Fußgänger und Radfahrer deutlich sicherer und komfortabler machen.

Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist weiterhin für Ende 2026 vorgesehen. Nun steht mit dem Einhub der neuen Vorlandbrücke auf der Horchheimer Seite einer der technisch anspruchsvollsten und zugleich sichtbarsten Bauabschnitte an.

Drei Segmente und ein 850-Tonnen-Kran

Die Einhubarbeiten sind in den Nächten vom 15. auf den 16. Juli sowie vom 16. auf den 17. Juli geplant. Bereits ab dem 13. Juli werden die drei Brückensegmente und ein 850 Tonnen schwerer Mobilkran zur Baustelle transportiert. Für den Aufbau des Großkrans kommt zusätzlich ein weiterer Mobilkran zum Einsatz.

Nach dem Einbau wird die neue Vorlandbrücke eine Gesamtlänge von rund 70 Metern erreichen. Die einzelnen Segmente wiegen etwa 17, 29 und 31 Tonnen.

In der ersten Nacht werden zunächst zwei Brückenteile auf der Baustelleneinrichtungsfläche miteinander verbunden. Anschließend hebt der Großkran die zusammengesetzte Konstruktion an ihren vorgesehenen Platz. In der folgenden Nacht wird das dritte Segment eingebaut.

Nach Abschluss der Einhubarbeiten wird der 850-Tonnen-Mobilkran am nächsten Tag mithilfe des zweiten Krans wieder abgebaut.

Ausbauarbeiten gehen anschließend weiter

Nach dem Einhub setzt die Stadt die weiteren Arbeiten an der Brücke fort. Vorgesehen sind unter anderem der Korrosionsschutz an den verlängerten Querträgern, die Montage der äußeren Längsträger, das Verlegen der neuen Gehwegplatten und der Einbau des Geländers. Außerdem wird die Zuwegung von der Emser Straße zur Brücke hergestellt.

Während der nächtlichen Arbeiten kann es durch den Einsatz der schweren Geräte und Kräne zu erhöhten Lärmbelastungen kommen. Die Stadtverwaltung bittet die Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis und entschuldigt sich für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen.

Der Einhub der Vorlandbrücke gilt als wichtiger Meilenstein für das Gesamtprojekt. Nach der vollständigen Fertigstellung soll den Bürgerinnen und Bürgern eine moderne und leistungsfähige Geh- und Radwegverbindung zwischen Koblenz-Oberwerth und Koblenz-Horchheim zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.koblenz-baut.de/grossprojekte.