Die Kurioos Bar in Koblenz schließt am Samstag, 29. August. Geschäftsführer Marcel Witt nennt akuten Personalmangel als Hauptgrund für das Aus des Treffpunkts, der insbesondere für die queere Community der Stadt eine wichtige Anlaufstelle ist. Gleichzeitig suchen die Betreiber nach einem Nachfolger, der den Standort möglichst als queeren Safe Space weiterführt.

Koblenz |

Witt hatte bereits Ende Mai in den sozialen Medien angekündigt, die Bar verlassen zu wollen. Nach seinen Angaben sei anschließend über mehrere Monate ohne Erfolg nach einer Nachfolge gesucht worden. Auch Inhaber Jens Prangenberg könne die Bar aus zeitlichen Gründen nicht weiterführen. Deshalb werde nun öffentlich nach Interessenten gesucht.

Queerer Treffpunkt soll erhalten bleiben

Den Betreibern ist nach Angaben von Witt vor allem wichtig, dass der Standort auch künftig als Schutz- und Treffpunkt für queere Menschen erhalten bleibt. Ob eine neue Bar weiterhin den Namen Kurioos trägt, sei dabei zweitrangig.

Man bevorzuge ausdrücklich einen Käufer, der das Konzept als queeren Safe Space fortführe, erklärte Witt. Ohne einen solchen Betrieb würde nach seiner Einschätzung ein entsprechender Treffpunkt in Koblenz fehlen.

Zum Abschied dankte der Geschäftsführer den Gästen für ihre langjährige Unterstützung. Ohne deren Zuspruch und Teilnahme sei die Entwicklung der vergangenen Jahre nicht möglich gewesen, so Witt.

Letzter Karaoke-Abend am 28. August

Bevor die Kurioos Bar endgültig schließt, steht am Freitag, 28. August, der letzte Karaoke-Abend auf dem Programm. Einen Tag später, am Samstag, 29. August, öffnet die Bar nach Angaben des Geschäftsführers zum letzten Mal.