Lotto Rheinland-Pfalz hat nach eigenen Angaben im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von rund 424 Millionen Euro erzielt und damit trotz eines Rückgangs um etwa 2,8 Prozent gegenüber 2024 den zweithöchsten Wert seit 2008 erreicht. Gleichzeitig seien rund 201 Millionen Euro an Gewinnerinnen und Gewinner ausgeschüttet und rund 149 Millionen Euro für das Gemeinwohl erwirtschaftet worden.
Umsatzentwicklung und wichtigste Produkte
Geschäftsführer Jürgen Häfner spricht von einem „soliden und stabilen Geschäftsjahr“ und verweist darauf, dass 2024 wegen mehrwöchiger Hochjackpotphasen bei Eurojackpot ein Ausnahmejahr gewesen sei. Größere Einbrüche in einzelnen Spielangeboten habe es 2025 laut Lotto Rheinland-Pfalz nicht gegeben.
Das umsatzstärkste Produkt blieb demnach LOTTO 6aus49, das 2025 zudem sein 70-jähriges Bestehen gefeiert habe. Der Spieleinsatz lag hier bei über 167 Millionen Euro, was einem leichten Rückgang von rund 2,9 Prozent entspreche. Auf Platz zwei folgte erneut EUROJACKPOT mit über 125 Millionen Euro, der laut Lotto Rheinland-Pfalz wegen weniger Hochjackpotphasen um rund 6,9 Prozent unter dem Wert des Rekordjahres 2024 lag. Zusammen hätten die beiden Hauptprodukte mehr als 71 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht.
Gewinne, Großgewinne und Spielaufträge
Für Aufmerksamkeit sorgte nach Angaben des Unternehmens ein Rekordgewinn zu Jahresbeginn: Ein Spielteilnehmer aus dem Raum Hunsrück-Nahe habe mit einem Spieleinsatz von 21,25 Euro den Eurojackpot allein geknackt und 80,4 Millionen Euro gewonnen, den höchsten Lottogewinn in Rheinland-Pfalz. Insgesamt habe es 2025 demnach 78 Gewinne von 100.000 Euro und mehr gegeben. 17 Personen hätten Beträge über 500.000 Euro erzielt, sieben davon seien zu Millionären geworden.
Lotto Rheinland-Pfalz teilte zudem mit, im Jahr 2025 seien erneut mehr als 41 Millionen Spielaufträge verarbeitet worden.
Mittel für das Gemeinwohl und Landeshaushalt
Auch das Land Rheinland-Pfalz habe profitiert: Aus Steuern und Einnahmen aus der Veranstaltung staatlicher Lotterien seien rund 144 Millionen Euro in den Landeshaushalt geflossen, erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Staatssekretär Dr. Stephan Weinberg. Insgesamt unterstützten die Lotterieeinnahmen das Gemeinwohl im Land laut Weinberg täglich mit rund 407.000 Euro.
Direkte Zahlungen an gemeinnützige Organisationen über die Lotterien GlücksSpirale, Sieger-Chance und BINGO! bezifferte Lotto Rheinland-Pfalz auf mehr als 4,7 Millionen Euro. Während BINGO! demnach um rund 14 Prozent auf etwa 3,2 Millionen Euro zulegte, hätten GlücksSpirale und Sieger-Chance zusammen einen leichten Rückgang von rund 2,8 Prozent auf über 15,7 Millionen Euro verzeichnet.
Annahmestellen, Online-Geschäft und Investitionen
Die rund 870 Annahmestellen blieben laut Lotto Rheinland-Pfalz mit etwa 70 Prozent des Gesamteinsatzes der wichtigste Vertriebskanal. Das Unternehmen statte derzeit alle Annahmestellen mit neuen Terminals aus und beziffert die Investition auf rund sieben Millionen Euro. Zudem seien zwei Projekte „kurz vor dem Abschluss“: die Ausstattung der Annahmestellen sowie die Überdachung des Firmenparkplatzes in Koblenz mit einer Photovoltaikanlage von rund 2000 Quadratmetern, die nach Angaben des Unternehmens künftig ein Drittel des Strombedarfs der Unternehmenszentrale decken soll.
Im Internet habe sich der Wachstumstrend fortgesetzt: Der Online-Einsatz sei um knapp 5,9 Prozent auf über 55 Millionen Euro gestiegen. Mehr als 182.000 Kundinnen und Kunden seien inzwischen für das Spielen über Internet registriert, 2025 seien laut Lotto Rheinland-Pfalz 17.000 neue Registrierungen hinzugekommen. Neu eingeführt worden sei außerdem eine kostenlose Kundenkarte, die durch die persönliche Zuordnung der Spielteilnahme mehr Sicherheit und Transparenz bei der Gewinnauszahlung bieten solle.
Stiftung, Aktionen und Ausblick
Die Lotto Rheinland-Pfalz Stiftung habe im Jahr 2025 nach Unternehmensangaben mit 1,4 Millionen Euro fast 1300 Projekte in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport unterstützt. Über die Sammelaktion „Initiative Kinderglück“ seien zudem über 40.000 Euro für Projekte gegen Gewalt an Kindern im Internet zusammengekommen.
Für 2026 kündigte Geschäftsführer Häfner an, Lotto Rheinland-Pfalz wolle mit 155 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sechs Bezirksdirektionen sowie rund 6400 Beschäftigten in den Annahmestellen das staatliche Glücksspielangebot im Land weiter stärken.
