Nach dem Unfall an der Moselschleuse St. Aldegund könnte heute erstmals wieder eine Bergschleusung möglich sein. Ein Taucher prüft das beschädigte Tor.

Treis-Karden |

Update: Nach dem Unfall an der Moselschleuse St. Aldegund ist die erste Notschleusung flussaufwärts erfolgreich verlaufen. Ein zweites Schiff sei gerade kurz vor dem Rausfahren aus der Schleuse, sagte Tobias Schmidt vom Fachbereich Schifffahrt vom WSA Mosel-Saar-Lahn. «Am Tor gibt es keine Veränderungen und wir sind optimistisch, dass das jetzt so weitergeht.»

Hoffnung für die wartenden Schiffe auf der Mosel: Nach dem Unfall an der Schleuse St. Aldegund könnte heute erstmals wieder eine Bergschleusung möglich werden. Wie Tobias Schmidt vom WSA Mosel-Saar-Lahn mitteilt, soll zunächst ein Taucher das beschädigte Schleusentor von beiden Seiten inspizieren und dokumentieren.

25 Schiffe warten auf Durchfahrt

Die Situation ist angespannt: Direkt vor der Schleuse warten bereits drei Schiffe, insgesamt sollen es 25 sein, die eine Bergschleusung benötigen. "Die Schiffe warten bis in den Rhein rein", so Schmidt. In die andere Richtung konnten bisher immerhin 47 Schiffe notgeschleust werden.

Der Unfall hatte sich am vergangenen Mittwoch ereignet, als ein Fahrgastschiff das Schleusentor rammte. Dabei wurden drei Menschen verletzt und das Tor stark beschädigt. Seitdem ist nur ein eingeschränkter Notbetrieb möglich.