Ab Freitag, 10. Juli, wird die rechte Rheinstrecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf für fünf Monate komplett gesperrt. Die Bahn saniert den 160 Kilometer langen Abschnitt umfassend und richtet 13 Ersatzbuslinien ein.

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Bahnreisende auf der rechten Rheinseite müssen sich ab Freitag auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Deutsche Bahn sperrt die rechte Rheinstrecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf vollständig, um den stark belasteten Abschnitt grundlegend zu modernisieren. Die Bauarbeiten sollen bis zum 12. Dezember 2026 dauern.

Für die ausfallenden Regionalzüge und S-Bahnen richtet die DB einen umfangreichen Ersatzverkehr ein. Nach Angaben der DB InfraGO kommen dafür rund 160 Busse auf 13 Linien zum Einsatz. Betroffen sind wichtige Verbindungen entlang des Rheins, unter anderem im Raum Koblenz, Rüdesheim, Wiesbaden und Troisdorf.

Milliardenprojekt auf 160 Kilometern

Insgesamt investiert die Bahn rund 1,6 Milliarden Euro in die Sanierung. Erneuert werden unter anderem rund 80 Kilometer Gleise, knapp 100 Kilometer Oberleitung, 160 Weichen und zehn Brücken. Zudem werden sechs alte Stellwerke, darunter in Rüdesheim, Niederlahnstein und Koblenz-Ehrenbreitstein, durch moderne elektronische Stellwerke ersetzt.

Auch das digitale Zugsicherungssystem ETCS wird vorbereitet. Es soll bis Ende 2027 auf der gesamten Strecke in Betrieb gehen und den Bahnverkehr künftig stabiler und leistungsfähiger machen. Nach Abschluss der Arbeiten erwartet die Bahn deutlich weniger Störungen und Verspätungen auf dem viel befahrenen Korridor.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Stationen entlang der Strecke. Insgesamt 36 Bahnhöfe sollen modernisiert und für Reisende attraktiver werden. Geplant sind unter anderem 23 neue Aufzüge, 68 neue Rampen und Zugänge sowie die Erneuerung von 24 Personenunterführungen. Neue Anzeigetafeln, modernes Mobiliar und ein einheitliches Erscheinungsbild sollen zusätzlich für mehr Komfort sorgen.

13 Buslinien ersetzen die Züge

Für Fahrgäste im Nahverkehr werden während der Sperrung Ersatzbusse eingesetzt. Expresslinien sollen wichtige Knotenpunkte wie Wiesbaden, Rüdesheim, Koblenz und Troisdorf möglichst schnell miteinander verbinden. Die Bahn kündigt neuwertige und barrierefreie Fahrzeuge an, die mit WLAN und ausreichend Stauraum für Gepäck ausgestattet sein sollen.

Die Fahrpläne für den Ersatzverkehr sind bereits online über bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar. Reisende sollten ihre Verbindung vor Fahrtantritt prüfen, da sich Fahrzeiten verlängern können. Besonders rund um Rüdesheim ändert sich das Ersatzverkehrskonzept vom 15. bis 28. Juli wegen einer zusätzlichen Sperrung.