Die Achterbahn am Nürburgring, die einst Besuchern Rennwagen-Feeling vermitteln sollte, wird nun teilweise abgebaut. Das gescheiterte Millionen-Projekt macht Platz für neue Pläne.

Nürburgring |

Nach jahrelangem Stillstand beginnt nun der Teilabbau der einst als Attraktion geplanten Ring-Achterbahn am Nürburgring. Wie die Nürburgring GmbH mitteilt, soll der Bahnabschnitt entlang des sogenannten Ringwerks bis zur Haupttribüne bis Ende August verschwinden.

Platz für Technologiezentrum

Grund für den Abbau ist die geplante Umgestaltung des Ringwerks. In dem Komplex, in dem sich bisher ein Motorsportmuseum befindet, soll künftig auf mehr als 11.000 Quadratmetern ein Technologie- und Entwicklungszentrum für die Autobranche entstehen. Der Rest der Achterbahnanlage soll bestehen bleiben.

Geschichte voller Pannen

Der "Ringracer" war ursprünglich als Hauptattraktion eines Freizeitparks geplant. Das Projekt scheiterte jedoch spektakulär: Die private Finanzierung kam nicht zustande, sodass das Land Rheinland-Pfalz mit rund 330 Millionen Euro einspringen musste.

Auch die Inbetriebnahme verzögerte sich um mehr als vier Jahre, unter anderem weil der Kreis Ahrweiler ein Evakuierungskonzept vermisste. Als die Bahn im Herbst 2013 endlich eröffnet wurde, drehte sie nur wenige Runden. Spätere Verkaufspläne scheiterten ebenfalls.