Drei Monate lang bevölkerten 45 überlebensgroße Figuren die Neuwieder Innenstadt. Nun zogen die "Alltagsmenschen" weiter. Das Stadtmarketing zieht eine positive Bilanz.

Neuwied |

Ende März zogen 45 "Alltagsmenschen" in die Neuwieder Innenstadt ein. Nun, nach drei Monaten, haben die überlebensgroßen Figuren die Stadt wieder verlassen. Das Amt für Stadtmarketing, das die Kunstwerke in die Deichstadt geholt hatte, zieht eine durchweg positive Bilanz.

"Die Ausstellung hatte eine außerordentlich gute Resonanz", freut sich Nathalie Schneider, stellvertretende Leiterin des Neuwieder Stadtmarketings. Die Figuren kamen nicht nur bei den Einheimischen gut an, sondern lockten auch Besucher aus der Ferne an. "Unsere Besucher kamen extra aus Bonn, Essen und sogar aus Hamburg", berichtet Schneider.

Fangemeinde der Alltagsmenschen wächst

Der Erfolg der Ausstellung liegt auch daran, dass die "Alltagsmenschen" bereits in vielen anderen Städten zu sehen waren und sich über die Jahre eine echte Fangemeinde aufgebaut haben. Bei den Kindern waren besonders die beiden Ponys in den Goethe-Anlagen beliebt.

Während der Ausstellung führte das Stadtmarketing-Team tägliche Kontrollgänge durch. Dabei beobachteten sie viele Besucher, die mit Stadtplänen bewaffnet die verschiedenen Standorte abklapperten und fleißig Fotos machten.

Sonderführungen und Gewinnspiele kamen gut an

Die Neuwieder Tourist-Information bot Sonderführungen an, bei denen Interessierte mehr über die Kunstwerke und ihre Schöpferinnen erfahren konnten. Diese Führungen waren so beliebt, dass bei der letzten Tour die Teilnehmerzahl für zwei oder drei Gruppen gereicht hätte.

Auch die vom Stadtmarketing organisierten Gewinnspiele - ein Fotowettbewerb und eine Foto-Rallye - stießen auf große Resonanz. Die Auswertung der Einsendungen wird allerdings erst nach dem bevorstehenden Deichstadtfest erfolgen.

Für alle, die die "Alltagsmenschen" vermissen werden, gibt es einen kleinen Trost: Die beiden Figuren der "Duscher" bleiben dauerhaft in Neuwied und sind weiterhin auf der Deichuferpromenade zu sehen.

Die Ausstellung wurde durch das Förderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen finanziert.