Celia Sasic zählt zu den erfolgreichsten Fußball-Spielerinnen in Deutschland (Foto: P. Seydel)

Celia Sasic blickt auf 50 Jahre Frauenfußball in Deutschland

111 Länderspiele mit 63 Toren hat sie für Deutschland gespielt, Europameisterin wurde sie, außerdem Olympiadritte, Deutschlands und Europas Fußballerin des Jahres und einmal auch die zweitbeste der Welt. Für den SC 07 Bad Neuenahr machte sie 136 Spiele, für den FFC Frankfurt spielte sie 39 Mal und erzielte dabei 42 Tore. Den DFB-Pokal gewann sie mit Frankfurt 2014 und 2015 die Champions-League. Die Rede ist von Celia Sasic, der herausragenden Sportlerin in  der Geschichte des deutschen Frauenfußballs. Mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt sie in Lahnstein. aktuell4u spracht mit ihr über 50 Jahre Frauenfußball.

A4u: Bis 1970 war es verboten, dass Mädchen und  Frauen in den Vereinen Fußball spielen durften. Wie wirkt das 50 Jahre später auch dich?

CS: Das klingt fast wie eine Geschichte aus eine anderen Welt. Heute wäre das alles nicht mehr vorstellbar. Es zeigt aber auch, wie sehr der Fußball damals eine reine Männergesellschaft  war. In meiner Zeit als Spielerin habe ich trotzdem keine Ressentiments mehr gespürt.

A4u: Von den 3000 Fußballmannschaften im Fußballverband Rheinland sind keine 10 % für Mädchen und Frauen. Gibt es da trotz der Errungenschaften in den letzten 50 Jahren noch viel zu tun?

CS: Das sehe ich so. Die Jugendarbeit mit der Ansprache von Mädchen muss in den Vereinen deutlich verstärkt werden. Wir brauchen auch neue Ideen, um Mädchen für den Fußball zu begeistern. Es wäre außerdem ein großartiges Zeichen, wenn der Fußball wieder stärker ein Teil des Schulsportes würde, auch für Mädchen.

A4u: Zusammen mit Weltmeister Philipp Lahm bist du wesentlich mitverantwortlich für die Vorbereitung der Männer-Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Hat der Frauenfußball heute seinen Platz im DFB gefunden?

CS: Ja, natürlich. Es ist sehr viel geschehen in diesem halben Jahrhundert, um den Stellenwert des Frauenfußballs auf das ihm zustehende Niveau zu bringen. Dazu hat natürlich auch die Nationalmannschaft einen großen und wichtigen Beitrag geleistet. Dass Philipp Lahm und ich heute so eng zusammenarbeiten, ist auch ein Ausdruck der Gleichwertigkeit von Frauen- und Männerfußball.

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