Der FV Engers, hier nach dem Gewinn des Rheinlandpokals, zeigte auch beim VfL Bochum im DFB-Pokal trotz Niederlage eine gute Leistung. (Foto: FVR)

Der FV Engers hat sich in Bochum sehr gut verkauft

Der Fußball-Oberligist FV Engers hat sich in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokal teuer verkauft. Trotzdem reichte es gegen den Zweitligisten VfL Bochum am Ende nicht. Die Profis kamen im Bochumer Vonovia Stadion - das Heimrecht war wegen der strengen Corona-Regeln der DFL getauscht worden - zu einem verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg.

Mit einer guten taktischen und disziplinierten Einstellung konnte der FV Engers in den ersten 20 Minuten die erwartet starke Anfangsphase ohne Gegentor überstehen. Dann sorgte ausgerechnet ein Fehler des ansonsten überragenden Engerser Schlussmann Stefan Djordjevic für den Rückstand. Nach einer Flanke von VfL-Akteur Robert Tesche zögerte Djordjevic beim Rauslaufen und hatte so keine Chance mehr beim Kopfball von Robert Zulj (23.). Bochum hatte weiter gefühlte 90 Prozent Ballbesitz, doch Engers kam vor dem Wechsel zu zwei nennenswerten Möglichkeiten in der mit nur knapp 60 Zuschauern gefüllten ehemaligen Bundesliga-Arena. Zunächst fehlte Jonathan Kap der Mut, gegen den zu weit vor dem Tor postierten Manuel Riemann einen Weitschuss zu riskieren, ehe kurz vor der Pause Sören Klappert aus aussichtsreicher Position anstatt einem eigenen Abschluss zu suchen, den Ball und die Verantwortung an Mitspieler Enrico Köppen übergab, der jedoch von der VfL-Abwehr abgedrängt werden konnte.

Für eine gewisse Vorentscheidung sorgte das schnelle 2:0 nach dem Wechsel für die Gastgeber durch den Ex-Kölner Simon Zoller (52.). Doch wer erwartet hätte das Engers nun in der Ruhrmetropole eine Packung kassiert, wurde überrascht. Mit viel Mut und Einsatz und einem immer stärker werdenden Djordjevic wehrte sich der FVE tapfer und musste nur noch durch Milos Pantovic (65.) einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Fast wäre dem Oberligist in der Schlussphase noch der Ehrentreffer gelungen, doch die Direktabnahme von Sören Klappert landete am linken Außennetz. „Glückwunsch an Bochum. Der Sieg geht in Ordnung. Trotzdem Riesenkompliment an meine Jungs, die einen tollen Job gemacht haben. Bis zur Halbzeit konnten wir das Spiel bei 0:1 offen halten. Jeder weiß, das ist ein gefährlicher Spielstand. Doch wir konnten unsere Umschaltmomente nicht nutzen. Nachher fehlte auch die Kraft, da wir viel laufen mussten“, zeigte sich FVE-Trainer Sascha Watzlawik zufrieden. Lob gab es auch vom Bochumer Torschützen Simon Zoller: Ich glaube, wir haben das seriös runtergespielt. Die Jungs von Engers haben sich aber wacker geschlagen und können zurecht stolz auf sich sein.“ Für die meisten Engerser Spieler und Verantwortliche war der Auftritt in Bochum, dass mit Abstand größte sportliche Erlebnis bisher. Doch auch in Engers wurde der Auftritt „ihrer Jungs“ verfolgt. Fast 300 Zuschauer sahen die Partie auf einer Großleinwand in der Nähe des Schlosses. „Wir waren total beeindruckt, als wir die Bilder gesehen haben. Der ganze Ort ist Fußball verrückt“,freute sich das Engerser Eigengewächs Manoel Splettstößer über die Unterstützung im Ort. Doch viel Zeit den Pokalauftritt zu verarbeiten, bleibt nicht.  Bereits am Mittwochabend steht wieder der Alltag auf dem Programm. Der FVE muss bei TuS Mechtersheim antreten.

Positiv kommentiert wurde der Auftritt des FV Engers auch in der ARD-Sportschau. Torjäger Sören Klappert, diesmal leider ohne Erfolg, wurde sogar besonders erwähnt und kam nach Spielende im Einzelinterview zu Wort. Auch das rundete für den Rheinland-Pokalsieger einen ganz besonderen Tag in der Vereinsgeschichte ab.

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