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FV Engers tritt im DFB-Pokal gegen Bochum an

Vielleicht können Noel Schlesinger (l.) und Sören Klappert auch in Bochum über einen FV-Treffer jubeln. (Foto: P. Seydel)


Die Mannschaft der Stunde im Fußballverband Rheinland ist der FV Engers.

Nach dem Gewinn des Rheinlandpokals startete der FVE am vergangenen Samstag mit einem 5:0-Auswärtserfolg beim Aufsteiger SG Mülheim-Kärlich 2000 furios in die neue Saison der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Nun stehen die Engerser am kommenden Samstag (12.09.) vor einem weiteren sportlichen Höhepunkt. In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft der FVE auf den Zweitligisten VfL Bochum. Da wegen des hohen Coronastandard auf das Heimrecht verzichtet wurde, müssen die Engerser im Bochumer Vonovia-Ruhrstadion antreten. Der Anstoß erfolgt um 15.30 Uhr.

Da die Partie ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet haben sich die Verantwortlichen des FV Engers entschieden, eine  Public Viewing in der Engerser Schloßstraße anzubieten. „Das ist der einzige Wermutstropfen. In einem leeren Stadion ist keine Atmosphäre. Trotzdem wird es für uns alle ein unvergessliches Erlebnis bleiben“, ist sich Sascha Watzlawik sicher. Der FVE-Trainer hat sich erst seit Sonntag auf den Pokalhit beschäftigt. „Uns allen war ein guter Start in die Saison wichtiger. Das ist schließlich unser Alltagsgeschäft. Da wollen wir in dieser Saison eine gute Rolle spielen“, sagt Watzlawik. Dies ist den Engerser eindrucksvoll gelungen. Von Beginn an diktierte sie die Partie auf dem Naturrasen in Mülheim und gingen durch Tore von Lukas Haubrich (25.),  Jonathan Kap (50.), Sören Klappert (62.), Enrico Köppen (69.) und Manuel Splettstößer (82.) hochverdient als Sieger vom Feld. „Da ist in den vergangenen Wochen eine echte Einheit zusammen gewachsen. Wir haben viel Qualität im Kader“, zeigt sich Watzlawik zufrieden.

Bereits am Freitagmittag reisen die Engerser mit dem Bus nach Bochum. Bis dahin hat der 35-Mann große Tross fünf Coronatests hinter sich. Nach dem Abschlusstraining am Freitagabend werden die Spieler am Samstagmittag in der Mannschaftssitzung per Videoanalysen informiert und über die endgültige Aufstellung aufgeklärt. Bis auf die verletzten Yannik Finkenbusch und Lukas Klappert kann der Engerser Trainer auf alle Spieler zurückgreifen. „Das ist für die Beiden sehr schlimm. Sie hatten einen großen Anteil an dem Erfolg und können jetzt nicht spielen. Sie hätten uns auf dem Platz extrem gut getan. Doch jetzt müssen andere in die Bresche springen“, will Watzlawik nicht klagen. Da die Mannschaft seine Forderung („Der Weg nach Bochum geht nur über Mülheim-Kärlich) zu hundert Prozent umgesetzt hat, bietet sich die Anfangsformation auch für Bochum an. „Es kann Umstellungen geben. Wir müssen uns auf die offensiv starken Bochumer einstellen. Das könnte auch personelle Konsequenzen haben“, wird Watzlawik die Eindrücke aus dem Abschlusstraining mit einfließen lassen.

Natürlich hofft der FV Engers, sich gut in der Ruhrgebiet-Metropole verkaufen zu können. „Wir haben nichts zu verlieren. Der Druck liegt eindeutig beim VfL. Die Mannschaft hat eine eindrucksvolle Rückrunde gespielt und besitzt mit Simon Zoller, Danny Blum und Silvere Ganvoula drei starke Stürmer mit gutem Torabschluss. Sie greifen früh an. Da müssen wir Mittel finden, uns zu befreien“, arbeitet Watzlawik an einem guten Matchplan. Vielleicht gelingt den Engerser ja eine gute Leistung. Die wird der FVE-Coach nicht nur vom Ergebnis abhängig bewerten: „Gegen einen Zweitligisten kannst du auch mal mit Anstand verlieren.“