In eigener Halle unterlagen die Deichstadtvolleys mit 0:3 gegen die Roten Raben Vilsbiburg, trotz erkennbarer Potenziale und Einzelleistungen.

Neuwied |

Mit 0:3 Sätzen (14, 19, 22) unterlagen die Deichstadtvolleys in eigener Halle vor 350 Zuschauern den Roten Raben Vilsbiburg und zeigten dabei über weite Strecken eine enttäuschende Leistung.

Yağlioğlu zeigt Emotionen

„Wo ist der Block???“, rief ein sichtlich frustrierter Tigin Yağlioğlu einmal in die Halle. Ebenso gut hätte er sich nach Ballannahme, Abwehr, Aufschlag oder Angriffsdruck erkundigen können: In allen Elementen blieben seine Spielerinnen, vor allem im ersten Satz, weit hinter den Erwartungen zurück. Der Hallen-DJ ließ eine Band aus Liverpool kommentieren: „Help!“ Den Gästen genügte so ihr abgeklärtes Spiel, um Neuwied jederzeit kontrollieren zu können.

Positive Momente im Spiel

Dass die Einschätzung durch den Trainer realistisch ist, deuteten die Neuwiederinnen phasenweise, vor allem ab Satz 2 an, als man erfolgreich kämpfte, bisweilen zu Spielzügen fand, die man auch erfolgreich abschließen konnte. Laura Berger konnte sich dabei häufig auszeichnen, was ihr schließlich eine Ehrung als beste Neuwieder Spielerin einbringen sollte. Sehenswert auch eine Szene, als Libera Klara Single aus einer Abwehrsituation heraus diagonal präzise auf Laura Broekstra passen konnte, die sich mit einem platzierten Angriffsschlag bedankte, oder auch, als Lydia Stemmler eine Dreierwand zu einem spektakulären Blockpunkt schließen konnte…

Optimistischer Blick in die Zukunft

Bei allem Frust sieht Yağlioğlu das Potenzial seiner Mannschaft noch nicht ausgeschöpft: „Wir sind derzeit auf einem besseren Niveau, als ich zu Trainingsbeginn erwartet hatte, wir waren heute weit entfernt von dem, was wir können. Wir werden das auch zeigen“, ist er optimistisch.

Nächste Chance bei SC Palmberg Schwerin

Gelegenheit dazu besteht bereits am Mittwoch, wenn die Neuwiederinnen um 18 Uhr beim SC Palmberg Schwerin antreten müssen (Livestream bei sport1extra). „Wenn wir hart arbeiten, können wir auch Schwerin ärgern mit dem, was wir können“, wünscht sich der Trainer. Auf jeden Fall sind seine Spielerinnen an der Ostsee vom Druck des Siegenmüssens befreit.