Es hat lange gedauert, bis es die erste Weltmeisterschaft im Frauenfußball gab. 1991 fand sie in China statt. Die USA schlagen im Finale Norwegen. Und Deutschland wird nach einem 0:4 gegen Schweden Vierter.
In der Folge findet die Frauen-WM alle vier Jahre statt und jetzt in diesem Jahr in Australien und Neuseeland zum ersten Mal mit 32 Mannschaften, den Männern gleich.
Viermal hat die Mannschaft der USA den Titel gewonnen. Und je einmal Norwegen und Japan. Japan gewann 2011 bei der WM in Deutschland. Dabei schlugen die Damen aus Asien im Viertelfinale Deutschland mit 1:0. Es war eine enttäuschende WM des Teams von Sylvia Neid, das mit mäßigen Leistungen alle drei Spiele der Vorrunde gewonnen hatte. Was aber die WM in unserem Lande ausmachte, war eine bis dahin nicht gekannte Medienpräsenz und ein enormes Zuschauerinteresse. Medial und von der Akzeptanz her war die WM in Deutschland der Durchbruch für den Frauenfußball. Steffi Jones war die Präsidentin des WM-Organisationskomitees. Die frühere Spielerin des SC 07 Bad Neuenahr war das, was Franz Beckenbauer 2006 bei der Männer-WM gewesen war.
Aber zurück zu den Weltmeistern. Zweimal gewinnt die deutsche Mannschaft den Titel. 2003 in den USA durch ein 2:1 im Finale gegen Schweden mit dem Golden Goal von Nia Künzer und 2007 in China durch einen 2:0 Endspielseig gegen Brasilien, in dem Nadine Angerer einen Elfmeter von Marta hält. 2015 bei der WM in Kanada wurde das deutsche Team dann noch einmal Vierter, nachdem man um Platz 3 0:4 gegen England verloren hatte.
Und nun die neunte Weltmeisterschaft auf der anderen Seite des Globus. Hoffnungsvoll geht das Team von Bundestrainern Martina Voss-Tecklenburg an den Start. In ein paar Wochen sind wir schlauer.
