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Historisches Rennsport-Festival am Nürburgring

Die Kindertage der Formel 1 feiern beim Rennen der HGPCA ihr Revival. Hier sind legendäre Formelfahrzeuge aus jener Ära am Start, in der in der Königsklasse noch ohne Flügel gefahren wurden und die Motoren zunächst noch vorne eingebaut waren. Foto: Gruppe C / AvD-OGP

Die Fachzeitschrift Motor Klassik bildet mit ihrem Zelt im Fahrerlager des AvD-OGP eine beliebte Anlaufstelle. Am 6. Juli erscheint mit der Ausgabe 8/22 ein 14-Seitiges Extra, das die Vorfreude auf das Event steigert. Foto: Gruppe C / AvD

Die spektakulären Sportwagen und -Prototypen der Vergangenheit begeistern auch heute noch mit ihrer Optik und Performance. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix sind die Ikonen der großen Langstreckenrennen noch einmal auf der Strecke zu erleben. Foto: Gruppe C / AvD-OGP

Die seltenen Rennsportwagen der 50er-Jahre bildeten von Beginn an ein Herzstück des Programms beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Ihr Rennen am Samstagabend ist der stimmungsvolle Höhepunkt des Rennwochenendes. Foto: Gruppe C / AvD-OGP


Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix (12. – 14. August) wird in diesem Jahr zum Treffpunkt für jeden, der von Oldtimern bis zu modernen Supersportwagen etwas mit den schönsten Fahrzeugen der Welt anfangen kann. Denn das große Festival für historischen Motorsport auf dem Nürburgring darf nach zweijähriger Pause zum einen wieder mit Zuschauern stattfinden, zum anderen reisen auch die internationalen Teilnehmer wieder ohne Auflagen an – das sorgt für tolle Fahrzeuge und ein ganz besonderes Flair.

Diese besondere Mischung verspricht ein einmaliges Erlebnis, bei dem auf der Strecke aber auch im Fahrerlager faszinierende Fahrzeuge in Hülle und Fülle zu erleben sind. Ob es die Boliden der ehemaligen Formel 1 sind, die bildschönen und beeindruckend mächtigen Sportwagen und -prototypen, die Supersportwagen der Ferrari- und Maserati-Markenclubs oder auch die vielen Oldtimer von Clubs und Teilnehmern: das Wochenende wird eine rasante Automobilparty der besonderen Art. Wer seine Vorfreude und Neugier ein wenig kitzeln möchte, kann ab 6. Juli mit der Ausgabe 08/22 der Fachzeitung Motor Klassik nachhelfen: Ihr liegt das große Special mit vielen Details und News zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix bei, zudem gibt es für Leser einen Super-Rabatt auf die Eintrittskarte und die Basecap der aktuellen Kollektion – und wer noch kein Leser ist, kann ein günstiges Abo-Angebot nutzen. Weitere Infos und News zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix bietet außerdem die offizielle Homepage unter www.oldtimergrandprix.com.

Internationales Flair erwartet die Besucher insbesondere in den leistungsstärksten Klassen – so etwa beim Masters-Rennserienpaket, das mit den Fights der Formel-1-Boliden aus der legendären Cosworth-Ära begeistert, aber auch die Sportwagen und Prototyen der 70er und sogar der jüngeren Vergangenheit präsentiert. 2019 waren die glanzvollen Historic-Teilnehmerfelder zuletzt zu Gast in der Eifel, die alleine schon die Reise zum Ring wert sind. Aber auch das Rennen der zweisitzigen Sportwagen und GT bis 1961 lebt von seinen internationalen Teilnehmern, von denen viele aus Großbritannien anreisen. Seit der ersten Auflage des AvD-Oldtimer-Grand-Prix sind diese Rennsportwagen der 50er-Jahre am Start, deren Abendrennen am Samstag den stimmungsvollen Höhepunkt des Events bildet. Über die Jahrzehnte sind aus den bildschönen Sportwagen und GTs längst begehrte Klassiker geworden, die häufig nur noch selten bei echten Rennen zu sehen sind – außer eben hier am Nürburgring. Nicht umsonst kam bereits 1989 das britische Fachmagazin „Motorsport“ mit Blick auf den AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu dem Urteil: „The British have the cars worth watching and the Europeans host the meeting worth attending.” Und auch wenn es auch auf der britischen Insel längst hochkarätige Klassikfestivals gibt und die ein oder andere automobile Kostbarkeit inzwischen nicht mehr auf die Rennstrecke geschickt wird: Im Kern hat sich daran bis heute nichts geändert. Die Reihe der legendären Fahrzeuge, die von der Insel zum AvD-Oldtimer-Grand-Prix reist, ist beachtlich und in dieser Qualität wohl nirgendwo sonst auf dem Kontinent zu sehen.

Rennsport-Ikonen, wohin man blickt

Die Anwesenheit seltener und wertvoller Rennwagen macht es möglich, ganz besondere Schlaglichter für die Besucher zu setzen. Wenn etwa die britische HGPCA mit ihren historischen Grand-Prix- und Formel-1-Fahrzeugen der Jahre bis 1966 auf die Strecke geht, werden sicherlich auch wieder die legendären Maserati 250F dabei sein, in denen Juan Manuel Fangio hier am Nürburgring eines des legendärsten Formel-1-Rennen seiner Laufbahn fuhr. Genau aus diesem Rennen werden aber wohl auch einige Teilnehmer an einer ganz besonderen Parade teilnehmen: Sechzig Jahre nach ihren letzten Einsätzen gibt es Showrunden mit dem Ferarri 156 „Sharknose“, der den Wechsel der legendären Scuderia von der Front- zur Mittel- und Heckmotor-Ära kennzeichnet. In Deutschland werden die Modelle natürlich für immer mit Wolfgang Graf Berghe von Trips verbunden sein, der das Modell pilotierte, aber auch Phil Hill, John Surtees und andere traten im „Sharknose“ an, die bei den Gedenkfahrten im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix von einer kleinen Auswahl erstklassiger zeitgenössischer Modelle eben aus der HGPCA begleitet werden. Ferrari und Maserati werden außerdem auch mit modernen Modellen vor Ort zahlreich vertreten sein – schließlich nutzen die beiden großen deutschen Markenclubs der italienischen Edelmarken den AvD-Oldtimer-Grand-Prix für große Treffen, bei denen es die Traumautos natürlich auch im Fahrerlager zu bestaunen gibt. Auf der Rennstrecke ist überdies wieder die Ferrari Racing Series am Start, die feinen Clubsport im Zeichen des „Cavallino rampante“ (des springenden Pferdes) präsentiert.