Der 30. Spieltag der Rheinlandliga bringt mit dem Duell zwischen der SG 99 Andernach und Tabellenführer SG 2000 Mülheim-Kärlich ein echtes Highlight. Auch im Tabellenkeller wird es brenzlig – unter anderem trifft der VfB Wissen auf die SG Vordereifel Müllenbach.

Rheinland |

SG 99 Andernach : SG 2000 Mülheim-Kärlich
  • Samstag, 26. April, 14 Uhr, KRP Andernach

Eine kurze Anreise hat Tabellenführer Mülheim-Kärlich. Am frühen Samstagnachmittag geht es die wenigen Kilometer Rheinabwärts zur SG 99 Andernach.

Bei den Bäckerjungen läuft es in diesem Jahr nicht so richtig rund. Vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen belegen dies. Was aber nach wie vor noch klappen kann ist, die 50+ Punkte Marke zu schaffen. Das hatten die Andernacher nach ihrem Wiederaufstieg vor zehn Jahren noch nicht geschafft. Andernachs Trainer Kim Kossmann: "Natürlich wollen wir auf den letzten Metern der Saison noch Punkte holen. Da war zuletzt Pech dabei, andererseits müssen wir auch etwas mehr tun, um zu punkten." Personell fehlen den Andernachern einige Spieler. "Wir haben eine längere Verletztenliste, aber stellen dennoch eine gute Mannschaft. Die, die dabei sind, freuen sich auf das Derby und sind bereit."

Personell sieht bei den Gästen gut aus. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Mann einsatzfähig. Dass unter der Woche Cosmos gewonnen hat und der Vorsprung der SG 2000 auf zwei Punkte schmolz, hat Mülheims Trainer Nenad Lazarevic zur Kenntnis genommen, groß zu stören scheint es ihn nicht. "Ich hatte damit gerechnet, dass Cosmos gewinnt. Wir müssen nicht auf andere Plätze schauen, sondern unsere Spiele gewinnen." Lazarevic weiß um die Schwere der Aufgabe in Andernach. In Mülheim fiedelte man die Bäckerjungen in den letzten beiden Spielen zweimal weg, in Andernach hingegen war es stets sehr knapp. Vor allem vor der Standardstärke der SG 99 warnt Lazarevic. "Da sind sie wahnsinnig stark. Jeder lange Einwurf von Schmitz und jeder Freistoß ist brandgefährlich. Die Kopfballstärke von Wambach und vieles mehr. Wir müssen gut verteidigen und kompakt sein."

Andernach hat nichts zu verlieren, weiß Lazarevic, dazu die offene Rechnung aufgrund des Hinspielergebnisses. "Bringen wir unsere Stärken auf den Platz, können und werden wir gewinnen. Der Fokus ist auf Andernach." Und dann zitiert Lazarevic Sepp Herberger: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste."

VfB Wissen : SG Vordereifel Müllenbach
  • Samstag, 26. April, 16 Uhr, Stadion Wissen

Nach fünf Niederlagen in Folge ist der VfB Wissen auf den fünftletzten Platz abgerutscht und steht nur noch ein winziges Pünktchen über dem Strich.

Noch im Winter sah es bei den Siegerländern gut aus. Man stand im Mittelfeld der Tabelle und zeigte insbesondere zu Hause stets gute Leistungen.

Es muss also dringend gepunktet werden beim VfB, am besten dreifach. 

SGV Trainer Tobias Jakobs: "Ich erwarte am Samstag das schwerste Spiel der Woche. Für uns das dritte Spiel binnen sieben Tagen. Und das gegen eine noch sieglose Mannschaft in 2025, die uns alles abverlangen wird." Klar ist: Größer könnten die Unterschiede nicht sein. Noch am Mittwoch gegen die spielstarken Cosmonauten auf neuestem Kunstrasen erwartet man jetzt eine Wissener Mannschaft, die auf tiefem Geläuf neunzig Minuten lang jeden Grashalm umpflügen wird. Der Regen der letzten Tage hat den Platz nicht besser gemacht. Jakobs: "Wir wollen den Kampf annehmen und uns im Abstiegskampf nichts nachsagen lassen. So werden das Spiel angehen in der Hoffnung, dass wir bis auf Fabian Windheuser alle Spieler dabei haben werden."

Ahrweiler BC : TuS Kirchberg
  • Samstag, 26. April, 17:30 Uhr, Apollinarisstadion

Auch der ABC hat am morgigen Samstag einen Gegner, der noch jeden Punkt benötigt, um auch in der kommenden Saison Rheinlandliga zu spielen.

Nachdem es im Februar noch übel ausgesehen hatte, konnte der TuS Kirchberg zuletzt fleißig punkten und sich ein Punktepolster schaffen. Bei einem Sieg in Ahrweiler könnte man schon fast durch sein.

Das jedoch möchten die Ahrstädter auf jeden Fall verhindern. Die Ergebnisse der Woche waren - ausgenommen der Niederlage in Morbach - sehr positiv und die Mannschaft von Julian Feit ist noch lange nicht satt. Der Rückstand auf den Tabellendritten beträgt vier Punkte. Eine Top3 Platzierung, die dem ABC in der Winterpause wohl niemand zugetraut hätte. 31 Tore in den letzten sechs Spielen zeigen, wie offensivstark diese Ahrweiler Mannschaft ist.

SG Westerburg : TuS Immendorf
  • Samstag, 26. April, 17:30 Uhr, KRP Westerburg

Auch der TuS Immendorf ist nach seiner unnötigen Heimniederlage zuletzt unter Druck geraten. Gegen den Tabellenvorletzten Westerburg müssen unbedingt Punkte her, um nicht noch tiefer in den Abstiegssog zu geraten. "Anscheinend brauchen wir diesen Nervenkitzel. Ich könnte darauf aber gut verzichten", sagt Immendorfs Trainer Torben Kühl-Decker vor der Partie im Westerwald.

Mit nahezu kompletten Kader wird Immendorf anreisen. Kühl-Decker: "Sebastian Fischer und Jan Knopp fehlen uns leider. Ansonsten haben wir alle Mann an Bord. Es wird ein extrem wichtiges Spiel in Westerburg, die aufgrund der tabellarischen Lage befreit aufspielen und uns ärgern können."

Die Sinne bei den Koblenzern sind geschärft, jetzt heißt es alles zu geben. Kühl-Decker: "Wir wollen den Bock umstoßen."

FC Cosmos Koblenz : FSV Trier-Tarforst
  • Sonntag, 27. April, 15 Uhr, KRP Mendig

Neues Heimspiel, neuer Austragungsort. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison trägt der FC Cosmos sein Heimspiel in Mendig aus. Auch die letzten Heimspiele der Saison sollen im Mendiger Baumaschinen-Junglas Stadion an der Brauerstraße stattfinden.

Nach dem 4:0 Sieg gegen Vordereifel hat der FC Cosmos den Abstand auf die Tabellenführung auf zwei Punkte verkürzen können. Je nachdem wie das Spiel am Vortag zwischen Andernach und Mülheim endet, könnte Cosmos erstmals in dieser Saison Tabellenführer werden.

Gegen den FSV Trier-Tarforst erwartet Cosmos Trainer Emre Kasal ein Geduldsspiel. Der FSV benötigt ebenso wie Cosmos jeden Punkt und wird entsprechend bissig und aggressiv auftreten. 

Kasal ist von seinem Team überzeugt, dass man auch die Klippe Tarforst umschiffen kann, bevor es kommende Woche zum Ahrweiler BC geht. Seit einem halben Jahr hat man kein Pflichtspiel mehr verloren. Der Rückstand zum Tabellenführer wurde sukzessiv abgebaut, zumindest der Relegationsplatz zur Oberliga scheint so gut wie sicher bei acht Punkten Vorsprung auf den Dritten Wittlich. "Wir wollen weiter unseren Weg gehen und schauen, was am Ende herauskommt", so Kasal

Die anderen Spiele
  • SG Schneifel : SG Malberg
  • FC Bitburg : RW Wittlich
  • VfB Linz : SG Hochwald
  • Mosella Schweich : FV Morbach