Links: Ein Bild aus 2018: Torsten Schmidt (m.) gibt das "Steuerrad" beim FC Karbach ab, Klaus Ohnesorge (l.) wird als Co- und Torwarttrainer weiter machen. Für den nach Koblenz gewechselten Thomas Wunderlich (r.) wurde Maxi Junk (Bild rechts) zunächst neuer Co-Trainer und nun Cheftrainer des Oberligisten. (Fotos: Archiv ToL)

Torsten Schmidt gibt Trainerposten in Karbach ab

Das ist ein echter Paukenschlag im Hunsrück-Fußball: Torsten Schmidt, bisher Cheftrainer des Oberligisten FC Blau-Weiß Karbach, gibt mit sofortiger Wirkung sein Traineramt beim Hunsrück-Club ab. Seine berufliche Inanspruchnahme wird durch seinen Arbeitgeber, ein Unternehmen in Kirchberg, erheblich in der Aufgabenstellung und Verantwortung ausgeweitet. Damit verbunden sind auch längere Reisen im gesamten Bundesgebiet, so dass Schmidt sich nicht mehr in der Lage sieht, mit dem bisherigen Engagement mehrfach in der Woche das Team des Oberligisten zu betreuen. "Torsten hat mich in einem Gespräch über seine neue berufliche Situation informiert und darum gebeten, von der Verantwortung als Cheftrainer entbunden zu werden", so FC-Präsident Daniel Bernd. "Das ist natürlich ein herber Schlag für unseren Verein, aber Torsten hat so viele Verdienste um den FC Karbach erworben, dass wir ihm diesen Wunsch als FC-Vorstand nicht abschlagen konnten. Zudem hat er sofort angeboten, uns zukünftig als sportlicher Leiter mit seinen Erfahrungen und Kontakten im Fußball auch weiterhin zur Verfügung zu stehen, was im Fall des Falles dann auch mal per Telefon oder Mail möglich sein wird. Dieses Angebot haben wir umgehend angenommen, da wir mit unserem bisherigen Co-Trainer Maxi Junk einen erfahrenen Spieler und eine in den Mannschaft hochgeachtete Persönlichkeit als neuen Cheftrainer in unseren Reihen haben. Eine Suche nach einem neuen Coach wäre gerade in diesen Corona-Zeiten mehr als schwierig geworden, dass alles hat aber Torsten in seiner Entscheidung mit berücksichtigt."

Seit 2005 ist Schmidt beim FC Karbach in der sportlichen Verantwortung als Trainer. Damals übernahm er das in der B-Klasse spielende Team, Daniel Bernd wurde neuer Präsident des Vereins. Gemeinsam hatten sie in den folgenden rund zehn Jahren aus dem "Dorf-Verein", wie sich die Karbacher gerne selbst nennen, einen beachteten Oberligisten gemacht, der inzwischen in seiner sechsten Spielzeit in der fünfhöchsten Klasse im deutschen Fußball steht. Auch die Teilnahme am Rheinland-Pokalfinale in diesem Jahr kann zu den großen Erfolgen der Karbacher gezählt werden, an dem mit Co- und Torwarttrainer Klaus Ohnesorge ein langjähriger Weggefährte Schmidts auch einen großen Anteil hat. Unter dem Strich bleibt als großer Verdienst von Torsten Schmidt, dass er den FC Karbach als ersten Verein aus dem Hunsrück in diese sportlichen Höhen brachte und auch maßgeblich mit dafür sorgte, dass die Sportanlage auf dem Karbacher Quintinsberg mit ihrem im Vorjahr eröffneten Kunstrasenplatz inzwischen die in der Oberlliga erforderlichen Trainingsbedingungen bietet.

Die werden nun vom neuen Cheftrainer Maximilian Junk zusammen mit seinem Co Klaus Ohnesorge genutzt werden, sobald die Umstände einen Trainings- und Spielbetrieb im Amateurfußball wieder zulassen. Junk, der am 31. Dezember 29 Jahre alt wird, gehört dem Club seit 2013 an, war in den letzten Jahren Kapitän der Mannschaft und wurde von Schmidt in dieser Rolle nicht selten in Fragen von Taktik, Aufstellung und Spielanlage in die Beratungen mit einbezogen. Nachdem im Vorjahr Thomas Wunderlich sein Amt als Co-Trainer neben Schmidt aufgab und zu COSMOS Koblenz wechselte, trat Junk, der in den letzte Jahren durch einige Knieverletzungen sportlich kürzer treten musste, sofort als fester Assistent von Schmidt seine neuen Aufgaben an. Nun wird er früher als gedacht Schmidts Nachfolger in der Verantwortung.

"Mit Torsten hatte ich unabhängig noch unserer sportlichen Situation immer die Vereinbarung, dass er selbst entscheidet, wann er seinen Trainerposten bei uns aufgibt. Nach den vielen Erfolgen in den zurückliegenden fünfzehneinhalb Jahren hatte ich gehofft, dass dies noch nicht so bald passieren würde. Jetzt ist es aber doch eingetreten und wir werden wie gewohnt sehen, dass wir gemeinsam im Verein aus der neuen Aufgabenverteilung das Beste daraus machen werden", so Daniel Bernd.

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