Die Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) trägt am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2026, zwei Vier-Stunden-Rennen auf der Nordschleife aus. Beim 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen und dem 66. ADAC ACAS Cup stehen neben den Tagessiegen auch wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft auf dem Spiel.

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Für die beiden Läufe sind nach Angaben der Veranstalter 136 Fahrzeuge von 14 Marken gemeldet. Allein in der Klasse SP9 treten 22 GT3-Fahrzeuge an. Hinzu kommen vier Fahrzeuge der Klasse AT 1 für alternative Treibstoffe, die laut NLS auf einem vergleichbaren Leistungsniveau fahren. Damit zählt die Serie insgesamt 26 Fahrzeuge zum Kreis der möglichen Gesamtsieger.

Zahlreiche GT3-Teams auf der Nordschleife

In den beiden Klassen sind unter anderem Fahrzeuge von Porsche, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Aston Martin, Ford und Lamborghini vertreten. Zu den gemeldeten Teams gehören Schubert Motorsport, das Haupt Racing Team, KCMG, Falken Motorsports, Dinamic GT, Walkenhorst Motorsport, PROsport racing und Renazzo Motorsport.

KCMG setzt einen Mercedes-AMG GT3 ein, zu dessen Fahrerbesetzung auch Le-Mans-Sieger Kamui Kobayashi gehört. Max Kruse Racing bringt neben einem VW Golf GTI, den der frühere Fußball-Nationalspieler Max Kruse selbst fahren soll, drei Audi R8 LMS GT3 in der Klasse AT 1 an den Start.

Im Porsche 911 GT3 R von Dinamic GT ist auch Loek Hartog gemeldet. Der 23-jährige Niederländer hatte wenige Tage zuvor bei einem Rennen der China GT in Shanghai nach einem Unfall eines Konkurrenten angehalten. Der Mitteilung zufolge nahm Hartog einen Feuerlöscher und half dabei, den verletzten Fahrer Ollie Millroy aus dessen brennendem Fahrzeug zu befreien. Am Nürburgring teilt er sich das Fahrzeug mit Michael Klitgaard Christensen.

Titelkampf geht in die entscheidende Phase

In der NLS-Gesamtwertung führen vor dem Double-Header Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert mit 79 Punkten. Das Trio startet für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels im BMW M240i Racing Cup und hat nach Angaben der Serie bislang alle Saisonrennen in seiner Klasse gewonnen.

Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg von Smyrlis Racing folgen mit 64 Punkten auf Rang zwei. Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn von PROsport racing liegen mit 56 Punkten auf dem dritten Platz.

In der NLS Speed-Trophäe führt Schubert Motorsport mit 121 Punkten vor 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON mit 75 Punkten und dem Mercedes-AMG Team Ravenol mit 60 Punkten. In der Junior-Trophäe liegt Raphael Rennhofer mit 55 Punkten vor Tim Lukas Müller mit 45 Punkten. Müller hat seine Saison laut Mitteilung bereits beendet. Ryan Harrison, Leon Wassertheurer und Santiago Baztarrica folgen mit jeweils 40 Punkten.

Rennen beginnen an beiden Tagen um 12 Uhr

Das Zeittraining ist sowohl am Samstag als auch am Sonntag von 8.30 bis 10 Uhr vorgesehen. Um 10.20 Uhr soll jeweils der Pitwalk beginnen, ab 11.10 Uhr ist ein Gridwalk geplant. Der Start der beiden Vier-Stunden-Rennen erfolgt jeweils um 12 Uhr.

Tagestickets kosten nach Veranstalterangaben 25 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre erhalten freien Eintritt. Die Tickets umfassen unter anderem den Zugang zu geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, zur Boxengasse und zur Startaufstellung.

Wer die Rennen nicht vor Ort verfolgt, kann den offiziellen Livestream an beiden Tagen ab 8.15 Uhr über VLN.de sehen. Eine Radioübertragung ist zudem über „Radio Nürburgring“ bei RPR1 sowie in der RPR1-App angekündigt.