Razzien in Deutschland und Polen
Bei einem groß angelegten Einsatz haben Polizei und Justiz Gebäude in Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt sowie in Polen durchsucht. Insgesamt wurden 31 Objekte überprüft, rund 300 Einsatzkräfte waren beteiligt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg wurden dabei vier Haftbefehle im In- und Ausland vollstreckt.
Ermittlungen laufen seit März 2023
Das Verfahren richtet sich gegen elf Beschuldigte im Alter von 23 bis 36 Jahren. Sie besitzen laut Behörden unterschiedliche Staatsangehörigkeiten – darunter deutsche, polnische, türkische, russische und ghanaische. Die Ermittlungen werden von der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz geführt, weil Abnehmer der Betäubungsmittel in Rheinland-Pfalz ansässig sein sollen.
Darknet-Handel, Kryptowährungen und Sicherstellungen
Die überwiegend in Berlin ansässige Gruppe soll Betäubungsmittel, verschreibungspflichtige Arzneimittel, neue psychoaktive Stoffe sowie Cannabisprodukte online angeboten und anschließend auf dem Postweg an vor allem in Deutschland lebende Abnehmer versandt haben. Dabei sollen Umsätze im siebenstelligen Bereich, meist in Kryptowährungen, erzielt worden sein.
Einsätze gab es nach Behördenangaben am 6. Januar und am Mittwoch. Neben den vier Haftbefehlen wurde eine weitere Person festgenommen; ein Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an. Eine im Ausland inhaftierte Person soll ausgeliefert werden. Sichergestellt wurden unter anderem Amphetamin, Kokain, Ecstasy, LSD und verschreibungspflichtige Medikamente. Zudem sei die genutzte Handelssoftware vom Netz genommen worden.
