Während der Neubau der Seehundanlage als größtes Bauprojekt in der Geschichte des Zoos Neuwied noch einige Monate bis zur Fertigstellung braucht, wurden zwei kleinere Umbauten bereits erfolgreich abgeschlossen.
Neuer Flachwasserbereich für Flamingos
Im Eingangsbereich des Zoos erhielt das Gehege der Rosaflamingos einen neuen Flachwasserbereich mit schlammigem Untergrund. "Da Flamingos im natürlichen Lebensraum sowohl ihre Nahrung in schlammigen Flachwasserbereichen suchen, als auch dort ihre Schlammkegelnester bauen, sind besonders ihre Füße auf diesen Untergrund ausgelegt", erklärt Zoo-Biologin Alexandra Japes.
Zusätzlich wurde ein zwei Meter hohes Kunststoffnetz über der Glasbalustrade angebracht. Dies soll die Flamingos vor Füchsen schützen, die in letzter Zeit vermehrt auf dem Zoogelände gesichtet wurden. Ein weiterer Vorteil: Das Beschneiden der Schwungfedern ist nun nicht mehr nötig, da die Vögel die drei Meter hohe Umzäunung nicht überfliegen können.
Mehr Bewegungsfreiheit für Spornschildkröten
Auch die Spornschildkröten profitieren von den Umbaumaßnahmen. In ihrem Gehege, das sie sich mit den Roten Varis teilen, wurde ein zusätzlicher Bereich geschaffen. Bisher konnten die über 40 Kilogramm schweren Reptilien nicht selbstständig zwischen Innen- und Außenbereich wechseln.
"Der neue Gehegeteil liegt zwischen dem Lemurenhaus und der großen Außenanlage", so Japes. Mit Glasscheiben umzäunt und übernetzt, ermöglicht er den Schildkröten nun über eine Rampe den eigenständigen Zugang zur Außenanlage. "Das bedeutet mehr Freiheit bei der Wahl des Aufenthaltsortes, ein ganz wichtiger Aspekt fürs Tierwohl", betont die Biologin.
