Ihr Lieben,
jeder Mensch, der uns in unserem Leben begegnet, ist entweder ein Geschenk, eine Strafe oder ein Test, so sehe ich das zumindest. Besonders in schwierigen Zeiten musste ich mich oft daran erinnern. Was mir dabei am schwersten fällt, ist das Gute in einem Test oder einer Strafe zu erkennen. Wie soll man das Positive in einer unangenehmen oder gar schmerzhaften Begegnung sehen?
Die Herausforderung besteht darin, in solchen Momenten respektvoll und wertschätzend zu bleiben, mit seinem Gegenüber aber auch sich selbst. Manchmal fühlt es sich an, als würde die Welt uns prüfen, und die Lektionen, die wir dabei lernen sollen, sind oft schwer zu schlucken. Wir neigen dazu, in unserer Emotion zu verharren, uns zu ärgern oder traurig zu werden. Das ist menschlich, aber es hilft uns nicht weiter.
Es gibt ein schönes Zitat von Karin Kuschik: „Wer mich ärgert, bestimme immer noch ich.“ Das trifft es genau auf den Punkt. Unsere Emotionen, egal welcher Art, entstehen immer in uns selbst. Der andere mag sie vielleicht zutage fördern, aber wir haben es in der Hand, wie wir damit umgehen und ob wir uns von ihnen einnehmen lassen.
Gelassenheit ist in solchen Situationen hilfreich. Statt uns über den Menschen zu ärgern, der uns gerade herausfordert, können wir uns darauf besinnen, dass jede Begegnung eine Gelegenheit für persönliches Wachstum ist. Es geht darum, die Lektionen zu erkennen und daran zu wachsen, auch wenn es manchmal schwerfällt.
Dankbarkeit ist ein weiterer Schlüssel. Vielleicht können wir dankbar dafür sein, dass wir jetzt schon viel gelassener reagieren können, als wir es in der Vergangenheit getan hätten. Jeder Test, jede Strafe, bietet uns die Möglichkeit, zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Statt in Ärger oder Trauer zu versinken, können wir uns darauf konzentrieren, wie weit wir schon gekommen sind und was wir durch diese Herausforderungen gewinnen können.
Das Gute an diesen Prüfungen ist, dass sie uns immer wieder daran erinnern, dass wir selbst die Macht haben, unsere Reaktionen zu steuern. Sie zeigen uns, dass wir die Wahl haben, ob wir uns von negativen Emotionen leiten lassen oder ob wir uns dafür entscheiden, mit Gelassenheit und Dankbarkeit zu reagieren.
Lasst uns also versuchen, in jedem Menschen, der uns begegnet – sei es ein Geschenk, eine Strafe oder ein Test – die Möglichkeit zu sehen, etwas über uns selbst zu lernen und daran zu wachsen. In diesem Sinne wünsche ich euch viel Gelassenheit und Dankbarkeit auf eurem Weg.
Herzlichst, eure Dani
