Dank finanzieller Unterstützung der Kreissparkasse Mayen und der Sparkasse Koblenz hat die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz in diesem Jahr 85 Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme an praxisnahen Streuobstschnittkursen ermöglicht. Die Schulungen stärken den Erhalt der als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannten Streuobstwiesen und fördern regionales Engagement.

Mayen/Koblenz |

Bei einer symbolischen Scheckübergabe dankte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Mayen, Karl-Josef Esch, sowie Claudia Spanier-Dönges, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Koblenz, für die Spenden.
„Es freut uns, dass wir die Sparkassen an unserer Seite wissen, wenn es um die Förderung von regionalen und nachhaltigen Projekten geht“, betont Badziong.

UNESCO-Kulturerbe und Ehrenamt im Fokus

Seit 2021 sind Streuobstwiesen immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Im Landkreis setzen sich zahlreiche Ehrenamtliche für ihren Erhalt ein. Ein Beispiel ist die Natur- und Kulturinitiative STREUOBSTWIESEN Kottenheim e.V.: Der 2017 gegründete Verein unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Hesse ist inzwischen der größte seiner Art in Rheinland-Pfalz.

Lebensraum, Kulturgut und Wirtschaftsfaktor

„Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume. Sie beherbergen tausende Tier- und Pflanzenarten und prägen in vielen Regionen das Landschaftsbild“, erläutert Lina Jaeger von der Integrierten Umweltberatung des Landkreises. Das dort geerntete Obst wird häufig zu regionalem Apfelsaft verarbeitet und ist eine wichtige Basis für heimische, oft familiengeführte Keltereien. Auf den Wiesen finden sich mehrere hundert Apfelsorten, die ein bedeutendes Stück regionaler Kulturgeschichte darstellen. Gleichzeitig bieten Streuobstwiesen Erholungsräume und ideale Orte für Umweltbildung.

Warum der Sommerschnitt entscheidend ist

Besonders wichtig ist laut Jaeger der Sommerschnitt: Er bremst das Wachstum, fördert neue Fruchttriebe und verbessert die Reife der vorhandenen Früchte. Da die Bäume im Sommer noch im Saft stehen, verschließen sie Schnittwunden schneller und sind besser vor Pilzen und Infektionen geschützt.

Newsletter: Infos zu Aktionen und Kursen

Wer über Streuobst-Aktivitäten im Landkreis Mayen-Koblenz informiert bleiben möchte, kann sich in den kostenfreien Newsletter der Integrierten Umweltberatung aufnehmen lassen. Eine kurze E-Mail genügt: achim.trautmann@kvmyk.de