Auf dem Außengelände der AWO-Kindertagesstätte „Am Schlosspark“ in Neuwied müssen rund 30 teilweise jahrzehntealte Bäume gefällt werden. Grund ist eine notwendige Bodensanierung aufgrund von Schadstoffbelastungen.

Neuwied |

Bei den Planungen zur Erweiterung der Kindertagesstätte wurde eine Schadstoffbelastung des Bodens festgestellt. Teile des Außengeländes sind deshalb bereits seit mehreren Monaten gesperrt. Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, muss der belastete Boden nun bis zu einer Tiefe von etwa einem Meter abgetragen und ersetzt werden.

Erhalt der Bäume nicht möglich

Die Sanierungsarbeiten machen die Fällung von rund 30 Bäumen unumgänglich. Durch den Bodenaustausch würden große Teile der Feinwurzeln zerstört, sodass die dauerhafte Standfestigkeit der Bäume nicht mehr gewährleistet wäre. Auch schonendere Verfahren könnten dies laut Stadtverwaltung nicht verhindern.

„Uns ist sehr bewusst, was wir hier verlieren“, bedauert Tiefbau-Abteilungsleiter Manfred Reitz. Einige der betroffenen Bäume seien groß, gesund und prägten das Gelände bereits seit Jahrzehnten.

Herkunft der Schadstoffe unklar

Wie der belastete Boden auf das Grundstück gelangte, lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen. Bekannt ist lediglich, dass vor dem Bau der Kita vor rund 25 Jahren keine umfassende Bodenuntersuchung durchgeführt wurde.

Die Stadt Neuwied bedauert den Verlust des alten Baumbestands, betont jedoch, dass der Schutz der Kinder bei der notwendigen Sanierung oberste Priorität habe.