Oberbürgermeister Jan Einig und Christoph Engels von der städtischen Wirtschaftsförderung haben sich mit Medizinern der „Schwerpunkt-Praxis“ Neuwied über die Zukunft der fachärztlichen Versorgung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen steigende Investitionskosten, der Fachkräftemangel und die Suche nach qualifizierten Praxisnachfolgern.
Hohe Investitionen und schwierige Nachfolgesuche
Besonders spezialisierte Facharztpraxen stehen zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Moderne medizinische Geräte sind teuer, während ihre Finanzierung oft schwierig ist. Auch die Nachbesetzung frei werdender Kassensitze stellt viele Praxen vor Probleme.
In der „Schwerpunkt-Praxis“ konnte für Dr. Ulrich Groß nach 30 Jahren ärztlicher Tätigkeit mit der Gastroenterologin Stefanie Rothkegel eine qualifizierte Nachfolgerin gefunden werden. Zudem investierte die Praxis kürzlich in moderne Ultraschalltechnik zur Leberdiagnostik und eine computergestützte Endoskopie, die bei Darmspiegelungen die Erkennung von Krebsvorstufen unterstützt.
Stadt will medizinischen Standort stärken
„Eine gute medizinische Versorgung gehört zu den entscheidenden Faktoren für die Lebensqualität in unserer Stadt“, betonte Oberbürgermeister Jan Einig. Zugleich sei sie ein wichtiger Standortfaktor. Die Stadt wolle deshalb prüfen, wo sie niedergelassene Ärzte unterstützen könne.
Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels soll der Austausch mit den Akteuren im Gesundheitswesen fortgesetzt werden. Die „Schwerpunkt-Praxis“ in der Dierdorfer Straße ist auf Innere Medizin, Diabetologie, Gastroenterologie und Hepatologie spezialisiert. Zur Praxis gehört außerdem eine diabetologische Fußambulanz.
