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Corona-Impfung: Wie erreiche ich den Booster-Status?

Die Frage nach dem Booster-Status sorgt derzeit für reichlich Verwirrung. (Foto: Pixabay)


Dreimal BioNTech? Dreimal Moderna? Zweimal Johnson & Johnson? Jeweils einmal Johnson & Johnson und BioNTech? Welche Kombination führt zum Booster-Status? Und was ist eigentlich mit AstraZeneca? Viele Fragen, auf die aktuell4u die Antworten kennt.

Durch die Vielzahl an Corona-Impfstoffen, sind auch verschiedene Kreuzimpfungen möglich. Diese sorgen nun für Verwirrung in der Frage nach dem Booster-Status. Zudem werden nicht alle Vakzin-Kombinationen empfohlen. Grundsätzlich empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für die Auffrischimpfung die Verwendung eines mRNA-Impfstoffs. Dabei handelt es sich um die Vakzine von BioNTech und Moderna. Bei Menschen unter 30 Jahren und Schwangeren solle allerdings nur BioNTech verwendet werden. Ansonsten seien die Wirkstoffe von BioNTech und Moderna in Bezug auf ihre Wirksamkeit gleichwertig. Im Folgenden werden die möglichen Wege zum Booster-Status dargestellt.

Erste Impfungen mit BioNTech oder Moderna

Wer zweimal mit dem Impfstoff von BioNTech oder Moderna geimpft ist, der erhält durch eine Auffrischungsimpfung mit BioNTech oder Moderna den Booster-Status. Mögliche Szenarien:

  • BioNTech + BioNTech ► Booster: BioNTech
  • BioNTech + BioNTech ► Booster: Moderna
  • Moderna + Moderna ► Booster: Moderna
  • Moderna + Moderna ► Booster: BioNTech
Erste Impfungen mit AstraZeneca

Eine erste Impfung mit dem Wirkstoff AstraZeneca, führte zu folgenden Auswahlmöglichkeiten bei der zweiten Impfung: Entweder noch eine Spritze mit demselben Wirkstoff oder ein Wechsel zu einem mRNA-Impfstoff von BioNTech oder Moderna. Letzteres wird inzwischen von der STIKO empfohlen, da ein mRNA-Impfstoff besser vor einer Infektion schütze. In beiden Fällen ist eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Vakzin nötig. Mögliche Szenarien:

  • AstraZeneca + AstraZeneca ► Booster: BioNTech
  • AstraZeneca + AstraZeneca ► Booster: Moderna
  • AstraZeneca + BioNTech ► Booster: BioNTech
  • AstraZeneca + BioNTech ► Booster: Moderna
  • AstraZeneca + Moderna ► Booster: Moderna
  • AstraZeneca + Moderna ► Booster: BioNTech
Erste Impfung mit Johnson & Johnson

Eine einfache Dosis des Vakzins von Johnson & Johnson reicht mittlerweile nicht mehr, um als vollständig geimpft zu gelten. Für die Grundimmunisierung wird also eine zweite Impfung benötigt. In Rheinland-Pfalz ist zudem eine dritte Impfung nötig, um den Booster-Status zu erlangen. Diese dritte Impfung sollte nach einer Empfehlung der STIKO drei Monate nach der Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Mögliche Szenarien:

  • Johnson & Johnson + Johnson & Johnson ► Booster: BioNTech
  • Johnson & Johnson + Johnson & Johnson ► Booster: Moderna
  • Johnson & Johnson + BioNTech ► Booster: BioNTech
  • Johnson & Johnson + BioNTech ► Booster: Moderna
  • Johnson & Johnson + Moderna ► Booster: Moderna
  • Johnson & Johnson + Moderna ► Booster: BioNTech
Vollständige Impfung und Genesung

Grundsätzlich gilt für Genesene: Eine Infektion kann eine Impfdosis ersetzen, aber nicht die Auffrischungsimpfung. Auch bei Genesenen soll drei Monate nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff stattfinden. Wer sich nach der Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) infiziert, kann ab drei Monaten nach der Infektion eine Booster-Impfung erhalten. Mögliche Szenarien:

  • Genesung + Impfung ► Booster: Impfung
  • Impfung + Genesung ► Booster: Impfung
  • Impfung + Impfung + Genesung ► Booster: Impfung
Befreiung von der Testpflicht bei 2G-Plus

Bei der zurzeit vielerorts geltenden 2G-Plus-Regelung befreit der Booster-Status von der Testpflicht. Doch es gibt weitere Szenarien, die von der Testpflicht befreien: Personen, deren zweite Impfung oder Genesung weniger als drei Monate zurückliegt entfallen ebenfalls der Testpflicht. Gleiches gilt für doppelt geimpfte Personen, die zusätzlich genesen sind.

Auch wenn in diesen Fällen kein amtlich zertifiziertes Testergebnis erforderlich ist, wird ein eigenverantwortlicher Selbsttest dringend empfohlen!