Hitze und anhaltende Trockenheit machen den Bäumen und Grünflächen in Koblenz zu schaffen. Selbst junge, regelmäßig bewässerte Bäume zeigen erste Schäden. Ob sich alle Pflanzen erholen, wird sich teilweise erst im kommenden Frühjahr zeigen.

Koblenz |

Die extremen Wetterbedingungen dieses Sommers setzen den Koblenzer Stadtbäumen deutlich zu. In der Südallee fällt derzeit eine neu gepflanzte Vogelkirsche nahe der Rizzastraße auf, die bereits ihr gesamtes Laub verloren hat. Hoffnung besteht dennoch: Der Baum hat Knospen für einen möglichen Neuaustrieb im kommenden Frühjahr gebildet.

Junge Bäume besonders gefordert

Nach Angaben von Baudezernent Prof. Dr. Andreas Lukas werden die neuen Vogelkirschen in der Südallee regelmäßig und bedarfsgerecht gewässert. Die Entwicklungspflege läuft über drei Jahre, die Bewässerung wird dabei per Telematiksystem dokumentiert. Dass sich fast alle Bäume trotz der schwierigen Witterung gut entwickelt haben, zeige nach Angaben der Stadt, dass die Pflege grundsätzlich greift.

Für frisch gepflanzte Bäume ist der Wechsel von der Baumschule an einen neuen Standort dennoch eine große Belastung. Beim Ausgraben und Transport geht ein Teil des Wurzelsystems verloren. Hohe Temperaturen und lang anhaltende Trockenheit erschweren anschließend das Anwachsen zusätzlich.

Auch alte Bäume und Rasenflächen betroffen

Im gesamten Stadtgebiet zeigen inzwischen auch ältere Bäume braune Verfärbungen. Ob sie ihr Laub lediglich frühzeitig zum Schutz vor Verdunstung abwerfen oder tatsächlich absterben, lässt sich laut Stadt erst im Frühjahr beurteilen. Betroffen sind sowohl klassische Arten wie Rosskastanien als auch einige sogenannte Klimabäume.

Abgestorbene Bäume sollen nach Möglichkeit zeitnah ersetzt werden. Gleichzeitig leiden viele städtische Rasenflächen unter Hitze und Trockenheit und sind teilweise vollständig vertrocknet. Nach Ende der Extremwetterphase sollen sie unter anderem durch Düngung und Nachsaat regeneriert werden.