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Kinderärztliche Versorgung bereitet weiterhin Sorgen

Die Versorgung durch Kinderärzte bereitet Sorge in Mayen (Quelle: Pixabay)


Aufgrund der akuten Notsituation in der kinderärztlichen Versorgung in Mayen und der Region steht Oberbürgermeister Dirk Meid im Kontakt mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, das in Mayen das Medizinische Versorgungszentrum Mittelrhein (MVZ) betreibt. Das MVZ arbeitet eng mit der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums zusammen.

Durch die Kündigung einer Ärztin im Januar hatte sich die bis dato bereits schwierige Situation weiter verschärft. Das GKM nimmt diese Situation zum Anlass, die bestehenden Abläufe im MVZ für Kinder- und Jugendmedizin zu evaluieren und zu optimieren. 

Ganz ohne Kinderärztin ist Mayen allerdings nicht. Noch sind im MVZ mit Dr. Inga Thiemann und Dr. Michèle Kastor zwei Ärztinnen tätig, allerdings nur mit einem geringen Stundenanteil. Mit ihnen traf sich OB Meid zu einem Gespräch.

„Die Situation in Mayen war in den letzten Jahren immer schwierig, seit unsere Vorgänger im MVZ in den Ruhestand gegangen sind.“ berichtet Frau Dr. Thiemann im Gespräch mit dem Stadtchef.  „Aber im Moment ist es schlicht und einfach eine Notsituation.“ Sie selbst ist seit vier Jahren in Mayen tätig und bedauert die Tatsache, dass nur ein Bruchteil der zu behandelnden Kinder betreut werden kann.

Eigentlich wäre die Situation für die Stadt gar nicht so schlecht, da es mindestens zwei frei Kinderarzt-Sitze gibt. Es fehlt allerdings an Interessenten, die sich in Mayen mit eigener Praxis selbständig machen wollen. 

Für OB Meid hätte das Mittelzentrum einiges zu bieten: Günstige Preise für Wohnraum im Vergleich zu Ballungszentren wie Köln, Bonn oder Koblenz, viel Natur, eine hundertprozentige Versorgung mit Kita-Plätzen, Einkaufsmöglichkeiten oder gute Verkehrsverbindungen. Neben der Hoffnung auf eine weitere Anstellung beim MVZ hoffe man, dass sich auch wieder eine Ärztin oder ein Arzt in Mayen niederlässt. Die kleinen Patienten würden sich sicherlich freuen.