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"Koblenz liest ein Buch" geht in die nächste Runde

Foto: Pixabay


2022 ist es endlich soweit: „Koblenz liest ein Buch“ geht nach 2017 und 2019 in die dritte Runde. Erneut wird es darum gehen, bei möglichst vielen Koblenzer*innen die Lust am Lesen zu wecken, Begegnungen zu ermöglichen und neue ungewöhnliche Zugänge zur Literatur zu eröffnen.

„Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Jury hierfür den Roman `Was man von hier aus sehen kann´ von Mariana Leky ausgewählt hat“ berichtet Rainer Marquardt von der Buchhandlung Reuffel. 2017 fand das etwas andere Literaturformat, initiiert von den Kooperationspartnern Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz und Buchhandlung Reuffel, zum ersten Mal statt.

Drei Monate lang standen der Roman „Becks letzter Sommer“ von Benedict Wells und seine Themen im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen und Aktionen. 2019 folgte Karin Kalisas „Sungs Laden“. Bereits 2021 sollte dann Teil 3 folgen, die Kooperationspartner entschieden sich jedoch pandemiebedingt dazu, das Programm auf 2022 zu verschieben. Vom 2. Mai bis 3. Juli 2022 wird es nun definitiv weitergehen. Bereits vor Beginn der Leseaktion werden wieder Leseexemplare des Romans zum Hineinschnuppern an vielen verschiedenen Orten in der Stadt ausliegen. Die Kooperationspartner laden Initiativen, Einrichtungen, Vereine oder auch Privatpersonen herzlich dazu ein, sich mit eigenen Ideen, Beiträgen oder originellen neuen Leseorten an der stadtweiten Leseaktion zu beteiligen. „Während der Corona-Pandemie haben sich viele neue Möglichkeiten entwickelt.

Je nach Pandemielage wird es sich anbieten, auch hybride Veranstaltungen zu organisieren und Aktionen neuartig zu gestalten. Wir setzen aber insbesondere darauf, uns unter freiem Himmel, in urbaner Atmosphäre in die fantastische Welt des Buches entführen zu lassen“, erklärt PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz. Besonders freue sie sich darauf, die Autorin in diesem Jahr bei einigen Veranstaltungen auch persönlich antreffen zu können.

Zum Buch: Mariana Leky geht in ihrem Buch auf sehr warmherzige Weise mit den Themen Tod, Verlust und Liebe um. Die mit feinem Humor und großem Sprachgefühl erzählte Geschichte spielt in einem kleinen Dorf im Westerwald, in welchem immer wieder wundersame Dinge geschehen. Durch ihr fantasiereiches Erzählen gelingt es der Autorin, einen Zauber über das sonst oft trist erscheinende Dorfleben zu legen. „Was man von hier aus sehen kann“ hat sofort nach Erscheinen 2017 einen großen Leserkreis verzaubert und wurde zum Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen gekürt. Es wurde in über 20 Sprachen übersetzt und wird für das Kino verfilmt.

Zur Autorin: Mariana Leky wurde 1973 in Köln geboren, nach einer Buchhandelslehre studierte sie in Tübingen und Hildesheim. Ihr Erzähldebüt „Liebesperlen“ legte sie 2001 vor. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien gefördert. Sie lebt in Berlin und Köln.