Der Kommunale Servicebetrieb Koblenz setzt bei der Sanierung der Ernst-Sachs-Straße erstmals auf faserverstärkten Asphalt. Die innovative Mischung soll Risse und Spurrinnen reduzieren und die Lebensdauer der Straße verlängern.

Koblenz |

Auf der Ernst-Sachs-Straße im Industriegebiet Koblenz-Nord ist am 27. und 28. Oktober eine neue Asphaltdecke eingebaut worden. Im Abschnitt zwischen der Schönbornslusterstraße und der Robert-Bosch-Straße wurden rund 6.200 Quadratmeter Fahrbahnbelag erneuert. Dabei setzte der Kommunale Servicebetrieb Koblenz erstmals auf eine spezielle Asphaltmischung mit Aramid- und Polypropylenfasern.

Fasern wie in schusssicheren Westen

Die nur etwa zwei Zentimeter langen Aramidfasern zeichnen sich durch ihre hohe Reißfestigkeit aus und werden unter anderem auch in schusssicheren Westen verwendet. Im Asphalt sollen sie die auftretenden Kräfte besser verteilen und Spannungen reduzieren. Dadurch könnten sich weniger Risse und Spurrinnen bilden.

Laborversuche des Herstellers zeigen, dass sich faserverstärkter Asphalt deutlich weniger verformt als herkömmlicher Straßenbelag.

Längere Haltbarkeit soll Kosten sparen

Ob sich die neue Technik im Straßenverkehr bewährt, wird der Kommunale Servicebetrieb in den kommenden Jahren beobachten. Besonders auf stark von Schwerlastverkehr beanspruchten Straßen könnte die Innovation künftig zum Einsatz kommen.

Die zusätzlichen Kosten für die Fasern waren bei der Sanierung der Ernst-Sachs-Straße vergleichsweise gering. Sollte sich die Lebensdauer des Straßenbelags tatsächlich verlängern, könnten sich die Mehrkosten durch seltener notwendige Sanierungen schnell ausgleichen.