Die Johanniter Luftrettung investiert in einen neuen Funktionsbau mit Hubschrauberhangar sowie modernen Arbeits- und Aufenthaltsräumen für die Besatzungen. Geplant ist außerdem ein neuer Landeplatz, der Starts und Landungen bei Tag und Nacht ermöglichen soll. Der Baubeginn erfolgte am Freitag, 30. Oktober 2026, mit einem symbolischen Spatenstich. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Luftrettung wichtiger Bestandteil der Notfallversorgung
Seit mehr als zehn Jahren ist die Johanniter Luftrettung am Nürburgring stationiert. Gemeinsam mit dem Nürburgring Medical Center und weiteren Rettungsorganisationen sichert sie Motorsportveranstaltungen und den täglichen Rennstreckenbetrieb medizinisch ab. Darüber hinaus ergänzt sie die Notfallversorgung in der Eifel und den angrenzenden Regionen, insbesondere wenn andere Rettungsmittel bereits im Einsatz sind.
Das Einsatzgebiet reicht nach Angaben des Kreises Ahrweiler bis in den Westerwald, den Hunsrück und den Taunus. Der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies betonte beim Spatenstich die besondere Bedeutung der Luftrettung für ländliche Regionen mit langen Wegen zu den nächsten Krankenhäusern.
Langfristige Zusammenarbeit gesichert
Bereits im Juni 2024 hatten die Johanniter und der Nürburgring ihre Zusammenarbeit vertraglich um weitere 30 Jahre verlängert. Der Neubau soll nun die infrastrukturellen Voraussetzungen für den langfristigen Betrieb der Luftrettungsstation verbessern.
Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, begrüßte die Investition. Nach der Schließung des Krankenhauses in Adenau vor rund zweieinhalb Jahren habe die Luftrettung für die medizinische Versorgung der Region zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Sie sei eine wichtige Ergänzung zu Rettungswagen und Notärzten.
