Die IG Metall Koblenz ruft ab Montag, 2. November, zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie auf. Beschäftigte mehrerer großer Unternehmen wollen mit Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Koblenz |

Nach der zweiten ergebnislosen Tarifverhandlung in der Metall- und Elektroindustrie kündigt die IG Metall Koblenz Warnstreiks an. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen und eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Das Arbeitgeberangebot von 1,3 Prozent mehr Lohn ab Juli 2028 und einer Einmalzahlung von 640 Euro im Juli 2027 bezeichnet die Gewerkschaft als unzureichend.

IG Metall kritisiert Arbeitgeberangebot

„1,3 Prozent erst im Jahr 2028 bedeuten für die Beschäftigten nichts anderes als eine Minusrunde“, kritisiert Ali Yener, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Koblenz. Die Beschäftigten hätten eine faire Entgeltentwicklung und mehr Sicherheit verdient. Nach Ansicht der Gewerkschaft drohen durch das Angebot weitere Reallohnverluste.

Sternmarsch und Kundgebungen in Koblenz

Am Montag, 2. November, beginnen die Warnstreiks mit einem Sternmarsch durch das Koblenzer Industriegebiet und einer zentralen Kundgebung. Beteiligt sind Beschäftigte der Unternehmen ZF, Stabilus, Novelis, Deloro, Thales und Kalzip.

Am Montagabend folgen weitere Kundgebungen vor den Betrieben von ZF, Deloro Wear Solution, Novelis und Stabilus. Für Dienstag, 3. November, sind zusätzliche Aktionen bei Novelis, Stabilus und ZF angekündigt. Mit den Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und einen fairen Tarifabschluss erreichen.