Die erfolgreiche Integration von Migrant*innen stellt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe dar. Die Universität Koblenz geht hier einen innovativen Weg und hat in Kooperation mit dem Jugendzentrum „Haus der Offenen Tür“ (HoT) das Projekt „PowerGame“ ins Leben gerufen. Ziel ist das Empowerment von Mädchen mit Migrationsgeschichte durch Brettspiele, wobei kognitive, sprachliche und soziale Kompetenzen gefördert werden.

Koblenz |

Das Projekt ist Teil der DATI-Sprint-Ausschreibung und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 230.000 Euro unterstützt. Es verbindet wissenschaftliche Forschung mit praxisorientierter Umsetzung und legt den Fokus auf Chancengleichheit und kulturelle Diversität.

Ein interdisziplinärer Ansatz für Chancengleichheit

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wiebke Waburg und Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl wird ein einzigartiger Ansatz verfolgt. Brett- und Gesellschaftsspiele aus den Herkunftsländern der Mädchen sowie moderne Spiele stehen im Mittelpunkt, um interkulturelle Kompetenzen, Sprachfertigkeiten und soziale Fähigkeiten zu stärken.

Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis

„PowerGame“ ist mehr als ein Bildungsprojekt – es ist ein Transferprojekt der Universität Koblenz. Die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Jugendarbeit ermöglicht wissenschaftlich fundierte Methoden zur Förderung von Kompetenzen. Eine begleitende Evaluation soll Erkenntnisse für weitere Forschungen liefern.

Spielerische Bildungsstrategien in der Praxis

Ab Januar 2025 startet die Umsetzung mit regelmäßigen Spielangeboten im HoT und weiteren Einrichtungen. Besondere Highlights werden Turniere und Workshops während der Ferien sein, bei denen die Mädchen ihre Spielkompetenzen unter Beweis stellen und Netzwerke knüpfen können.

Langfristige Ziele: Bildungsgerechtigkeit und Integration

Das „PowerGame“-Projekt legt Grundlagen für eine inklusive Gesellschaft. Durch die spielerische Förderung stärkt es die Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein der Mädchen und ermöglicht ihnen eine aktive gesellschaftliche Teilhabe. Zugleich profitieren auch die Jugendeinrichtungen von wissenschaftlich fundierten Ansätzen in ihrer pädagogischen Arbeit.