Der FVE hofft, in 2021 wieder an die großen Erfolge des Jahres 2020 u.a. mit dem Sieg im Rheinlandpokal anschliessen zu können. (Foto: FVR)

Aktuell4u Serie: Lockdown light - Der Amateursport in der Krise

Planungssicherheit für den FVE und Zeit zum Auskurieren von Verletzungen

Nun hat der Fußball-Oberligist FV Engers für die kommenden Wochen Planungssicherheit. Der Regionalverband (FRV) Südwest - zu dem die Landesverbände Rheinland, Saarland und Südwest gehören - hat bis zum 14. Januar den Spielbetrieb für seine zuständigen Ligen eingestellt und damit auch die Winterpause drei Wochen früher als geplant eingeläutet. Sollten die staatlichen Vorgaben für Verbote zum Mannschaftstraining über Mitte Januar gelten, könnte der erneute Start der Oberliga sich noch einmal verändern.
„Wir sind alle froh, dass der Verband nun endlich so entschieden hat. Es gab keine Alternativen. Die Gesundheit hat absoluten Vorrang. Doch jetzt können wir uns in aller Ruhe auf die neue Situation aufstellen“, sagt Sascha Watzlawik, Trainer des FVE. Noch bis vergangene Woche mussten seine Spieler sich an feste Trainingspläne halten und individuell fit halten. „Es war ja nicht ausgeschlossen, dass wir im Dezember wieder spielen müssen. Doch das hat nun keinen Sinn mehr. In dieser jetzigen Situation ist es wichtig, dass die Spieler und Verantwortlichen den Kopf frei bekommen. Ich überlasse es jedem einzelnen Spieler sich fit zu halten“, hält Watzlawik nur über  Telefon und soziale Medien Kontakt zur Mannschaft und fügt hinzu: „Es ist bei der jetzigen Jahreszeit auch nicht so einfach. Es wird früh dunkel und es gibt nicht so viele optimal beleuchtete Wegstrecken.“ Doch sein Blick geht natürlich auch in die Zukunft. „Die Pause ist schon wieder sehr lang. Da ist es mit zwei Wochen Vorbereitung nicht getan. Die Spieler benötigen schon mindestens vier Wochen Vorbereitung, um wieder richtig fit zu werden. Einen Start vor Februar halte ich so für gefährlich. Die Verletzungsgefahr durch einen Kaltstart mit nur zwei Wochen Vorbereitung hilft niemand“, ist sich der Engerser Trainer sicher. Als absolute Voraussetzung sieht er auch das Zulassen von Zuschauern. „Ich möchte kein Spiel mehr erleben, wie beim Derby im Oktober gegen Salmrohr an einem schönen Freitagabend, ohne Zuschauer. Das macht kein Spaß und ist natürlich auch für die Vereine wirtschaftlich ein Desaster“, hofft Watzlawik auch bei diesem Thema auf eine gleichzeitige Freigabe Seitens der Politik.
Ansonsten nutzt der Engerser Trainer die Zeit, die sportlichen Ergebnisse aus 2020 einzuordnen: „Unter dem Strich war es ein erfolgreiches Jahr. Wir haben den Rheinlandpokal gewonnen und eine lange Siegesserie hingelegt. Die Mannschaft war vor unserer ersten langen Pause im Oktober gut drauf. Dann kamen viele schwere Verletzungen von Stammkräften. Jetzt müssen wir 2021 wieder zu alter Stärke zurück finden.“ Bis dahin kann Watzlawik wohl wieder auf Kapitän Yannik Finkenbusch, die Klappert-Brüder Sören und Lukas, Marcel Horz und Jonas Runkel zurückgreifen. „Wenn alle Mann an Bord sind können wir unsere Ziele erreichen. Eintracht Trier hat sich zwar schon etwas in der Tabelle nach oben abgesetzt, doch wir wollen uns in der Verfolgergruppe festsetzen“, hofft Watzlawik auf ein wieder erfolgreiches neues Jahr.


 

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