Die Sonne ist zurück: fehlt nur noch der Fußball.

DFB-Vize Koch sieht Fußball nicht als Risikoquelle

Als Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist Dr. Rainer Koch für die Belange des Amateurfußballs im größten Fachverband der Bundesrepublik zuständig. Jetzt hat der gelernte Jurist in einem verbandsinternen Interview die Wichtigkeit des Breitensports für die Gesellschaft betont. 

Ende Oktober hat der Fußballverband Rheinland seinen Spielbetrieb hierzulande eingestellt. Eine Regelung, die spätestens wenige Tage später in der gesamten Bundesrepublik durch den bundesweiten Lockdown gegriffen hat. Es war bereits der zweite Lockdown und die zweite große Spielunterbrechung für die Fußballverbände. Vielerseitens hagelte es Kritik an der Bundesregierung aus der Bevölkerung während der DFB immer sehr versiert agiert hat, wie Rainer Koch betont: "Der Amateurfußball und der gesamte Breitensport sind seit Beginn der Pandemie ein verlässlicher Partner der Politik. Der Sport hat sich immer zurückgenommen und in den Dienst der Covid-19-Bekämpfung gestellt – und das trotz der immensen Zahl an Menschen, die Fußball in ihrer Freizeit spielen. Wir haben nie eine Sonderrolle für uns beansprucht, sondern unsere Interessen im Sinne der Sache hinten angestellt."

Nach mittlerweile aber fast vier Monaten Pause drängen auch die großen Sportverbände auf eine Wiederöffnung der Sportplätze. "Den gesamten Breitensport in der Diskussion völlig außen vor zu lassen, wird sonst schlimme Folgen für unsere Gesellschaft haben, speziell bei den Kindern und Jugendlichen, wie zuletzt auch Ralf Rangnick deutlich gemacht hat. Keiner versteht es, wenn Wechselunterricht in Schulen stattfindet, am Nachmittag die Kinder unter Aufsicht und Einhaltung etwaig notwendiger Regeln aber nicht an der frischen Luft gemeinsam trainieren dürfen." In der gesamten Corona-Diskussion kommt Koch nämlich die Rolle des Sports für die Gesundheit zu kurz: "Wir wünschen uns ein deutlich stärkeres Bewusstsein und mehr Sensibilität für die Wichtigkeit des Amateursports. Sowohl unter gesellschaftlichen Gesichtspunkten als auch im Sinne der allgemeinen Gesundheitsförderung."

 

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