Sport

 

Corona, Hochwasser, Krieg in der Ukraine: Krisen beschäftigen den Sport

SBR-Präsidentin Monika Sauer und der Geschäftsführer des Sportbundes Rheinland freuen sich auf wieder häufiger stattfindende Präsenz-Veranstaltungen im laufenden Jahr. (Foto: Sportbund Rheinland)


Die regionalen, nationalen und internationalen Krisen und ihre Auswirkungen bis weit in den organisierten Sport hinein sind die Themen, die die Arbeit des Sportbundes Rheinland (SBR) prägen. Dies wurde in der SBR-Jahrespressekonferenz von allen Beteiligten deutlich zum Ausdruck gebracht.

Der Krieg in der Ukraine löst eine Welle von Hilfsmaßnahmen aus. Auch im organisierten Sport. Es gibt menschenwürdigere Unterbringungen als Sporthallen, vor allem für Frauen und Kinder. - Monika Sauer (Präsidentin SBR)

Der SBR habe schnell reagiert und dafür gesorgt, dass Geflüchtete Versicherungsschutz erhalten. Der Sport wolle seinen Teil zur Integration leisten - doch Integration brauche Räume. Mit Blick auf die Erfahrungen aus der Flüchtlingswelle 2015 appelliert der SBR an Entscheidungsträger, vor der Belegung von Sporthallen, alle anderen Alternativen in den Blick zu nehmen.

Auch wenn die Corona-Maßnahmen weitestgehend aufgehoben sind, ist die Pandemie nicht vorbei. Der SBR ruft seine Mitglieder auf, bis auf weiteres aufgrund der hohen Infektionszahlen im Rahmen des Hausrechts auf die Umsetzung der 3G-Regel in Innenbereichen und das Tragen der Masken in Wartesituationen und Innenbereichen zu setzen.

Auch im dritten Jahr der Pandemie ist eine Auswirkung auf die Mitgliederzahlen der Vereine spürbar, um nochmals rund 1 Prozent gingen die Zahlen laut der aktuellen Bestandserhebung zurück.

Sowohl im Vergleich zu den anderen rheinland-pfälzischen Sportbünden als auch im bundesweiten Vergleich liegen wir hier im Mittel. - Martin Weinitschke (Geschäftsführer SBR)

Für das Jahr 2022 ist nun eine Kampagne unter dem Titel „Comeback der Bewegung“ in Planung, in diesem Jahr vom Land mit zwei Millionen Euro. Die Kampagne soll Ende des zweiten Quartals 2022 umgesetzt werden.

Maßstab dieser neuen und größeren Kampagne soll die tatsächliche und positive Mitgliederentwicklung sein. Dies vor allem aufbauend auf der Schaffung der dafür nötigen Angebote sowie dem Generieren der dafür notwendigen Trainer und Übungsleiter. Wir zielen also auf eine nachhaltige Entwicklung statt auf Mitnahmeeffekte. - Martin Weinitschke (Geschäftsführer SBR)

Auch die Sportjungend Rheinland hat sich das Jahresmotto „Comeback der Bewegung“ auf die Fahne geschrieben. Ziel sei es, mit niedrigschwelligen und offenen Angeboten, Kinder und Jugendliche für den Sport im Verein zu begeistern.

80 Prozent der Kinder bewegen sich weniger als 60 Minuten pro Tag, 30 Prozent aller Kleinkinder haben Koordinations- und Sprachstörungen. - Susanne Weber (Abteilungsleiterin der Sportjugend)

Nach wie vor beschäftigen den SBR die Folgen der Flutkatastrophe im Juli 2021. Erste Anlagen werden wohl im Laufe des Jahres wieder nutzbar. Bis die gesamte Sportinfrastruktur wieder hergestellt ist, werden aber mehrere Jahre vergehen.

Derzeit laufen viele Gespräche zur Ausgestaltung des Wiederaufbaus. Vor allem das Baurecht sowie die begrenzten Ressourcen in den Kommunen führen dazu, dass der Wiederaufbau langsamer voran kommt, als gewünscht. - Susanne Weber (Abteilungsleiterin der Sportjugend)