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Derbysieg: Im dritten Anlauf darf Koblenz jubeln

Alle jagen Quentin Fouley: Der Koblenzer Kapitän war als Torschütze des 1:0-Siegtreffers der Vorjubler der Rot-Weißen.


TuS Rot-Weiß Koblenz hat den nächsten ganz wichtigen Dreier in der Fußball-Regionalliga Südwest eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Heiner Backhaus revanchierte sich im Rheinland-Pfalz-Derby gegen den TSV Schott Mainz mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg für die 2:4-Niederlage im Hinspiel kurz vor Weihnachten.

Die Bescherung bei strahlendem Sonnenschein im Stadion Oberwerth übernahm der Kapitän. Quentin Fouley erzielte in der 65. Minute den einzigen und damit entscheidenden Treffer des Nachmittags.
Aller guten Dinge waren für die Rot-Weißen drei, denn als der Ball die ersten beide Male den Weg ins Mainzer Tor gefunden hatte, griff Schiedsrichter Manuel Bergmann ein. In Minute 45 war Julius Schells vermeintlichen 1:0 ein Handspiel des Innenverteidigers vorausgegangen, nach einer Stunde legte der Unparteiischen den Dreier-Luftkampf zwischen Gästekeeper Max Hinke sowie den Rot-Weißen Moritz Göttel und Julius Schell als Torwartbehinderung aus. Fünf Minuten später entsprach dann alles den Regeln. Hinke spielte den Ball hart an der Strafraumgrenze mit der Hand - nach Bergmanns Wahrnehmung außerhalb -, und Fouley setzte den anschließenden Freistoß rechts unten aus seiner Sicht ins Netz. Das vierte Saisontor des Franzosen war ein ganz wichtiges. Es half Koblenz, in der Tabelle vor dem KSV Hessen Kassel und dem FC Gießen zu bleiben.
Die Gastgeber gaben den Takt vor und holten gemessen an den Spielanteilen und Torchancen absolut verdient ihre Saisonpunkte Nummer 31, 32 und 33. Möglichkeiten gab es reichlich für die Backhaus-Elf. Nach rund 40 Sekunden besaß Valdrin Mustafa, der nach einem lang geschlagenen Pass von Maximilian Pommer sah, dass Max Hinke sehr weit vor seinem Kasten stand und lupfte, die erste. Das Pech des Koblenzer Torjägers: Der Ball sprang etwas zu hoch vom Rasen ab und haarscharf über die Latte. Koblenz blieb nach diesem Blitzstart am Drücker in einer mitunter hitzigen Partie, in der Schiedsrichter Bergmann sieben Mal Gelb zückte. Nach einer Flanke von Arthur Ekallé verpasste Julius Schell mit dem Kopf knapp das 1:0 (20.), Valdrin Mustafa (27.) und Ahmet Sagat (35.) verzogen und Moritz Göttel scheiterte mit seinem Flachschuss (28.) genauso an Hinke wie Fouley mit einem Freistoß (45.).
Dass Rot-Weiß-Schlussmann Baboucarr Gayé bereits zum neunten Mal in dieser Regionalliga-Saison ohne Gegentor blieb, beweist die defensive Stabilität, die die Elf vom Oberwerth inzwischen erlangt hat. Gefährliche Aktionen der Landeshauptstädter blieben Mangelware. Der schnelle Raphael Assibey-Mensah hatte nach einem Steilpass reichlich Platz, legte sich beim Umlaufen von Gayé den Ball aber zu weit vor (8.). Die beste TSV-Gelegenheit im Laufe der Partie verpuffte.
Auch in zweiten Hälfte blieb Koblenz die aktivere Mannschaften. Die Zahl der Chancen nahm ab, aber der Fouley-Freistoß in der 65. Minute sorgte schließlich für den leistungsgerechten Jubel.


Koblenz: Gayé - Ekallé, Schell, Miotke, Stojanovic - Pommer (55. Köhl), Sabani (90.+2 Weidenbach), Fouley - Göttel (79. Klein), Sagat (55. Spang) - Mustafa.
Mainz: Hinke - Kern, Raltschitsch, Hermann, Bhatti (74. Schlosser) - Fring (74. Demirbas), Mairose - Lihsek (87. Ahlbach), Schwarz (74. Ripplinger), Assibey-Mensah - Hanner Lopez (58. del Vecchio).
Schiedsrichter: Manuel Bergmann (Erbach).
Zuschauer: keine zugelassen.
Tor: 1:0 Quentin Fouley (65.).