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Interview mit Klaus Bischof von der Rudergesellschaft Treis-Karden

Seit 2018 ist Klaus Bischof Vorsitzender der RG Treis-Karden (Foto: P.Seydel).


Klaus Bischof, 54, verheiratet, zwei Kinder, ist seit dem 16.November 2018 Vorsitzender des traditionsreichen Ruderclubs in Treis-Karden. 1978 ruderte er zum ersten Mal unter Anleitung von Trainer Michael Hippert, der immer noch zusammen mit seiner Frau Dagmar in der RG Treis-Karden den Ton im Training angibt.1983 wurde Klaus Bischof Dritter der deutschen Jugendmeisterschaft im Doppelzweier und im gleichen Jahr auch Rheinland-Pfalz-Meister im Einer und im Doppelzweier. Große Erfolge feierte er im Rudern auf dem Ergometer: Deutscher Meister 2008, 2009, 2010, 2018, 2019 und 2020 wurde er , Europameister 2010 und Weltmeister 2011, 2019 und 2020. Jetzt führt er den erfolgreichen Ruderverein, der auf Erfolge in der Vergangenheit und Gegenwart blicken kann.

Aktuell4u: Wenn Jonas Wiesen in einigen Wochen nach den Olympischen Spielen von Tokio der neue Steuermann des Deutschland-Achters sein wird, ist das dann der größte rudersportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte?

Klaus Bischof: Das ist natürlich ein Riesenerfolg zunächst einmal für Jonas, aber natürlich auch für die RG. Mehr als Mitglied im Deutschland-Achter zu sein geht eigentlich im Rudersport nicht. Aber Jonas weiß auch, dass unser Verein noch mehr ist: wir hatten in der Vergangenheit und wir haben auch aktuell großartige Ruderer. Und noch etwas macht mich stolz: viele ehemalige Spitzenruderer haben inzwischen auch Verantwortung in ehrenamtlichen Funktionen im Verein übernommen.

Aktuell4u: Wie wird der Verein rund um dieses sportliche Ereignis und auch die Erfolge der anderen jungen Ruderer wie Simon Haible seine  Zukunft gestalten?

Klaus Bischof: Es ist nicht immer einfach für einen Verein in einer ländlichen Struktur, andererseits beweisen wir seit Jahrzehnten unsere Fähigkeit zur Weiterentwicklung. Und wir haben aktuell auch eine neue Idee, wie wir den Spitzensport in der RG Treis-Karden weiter festigen können. Das Stichwort Olympische Spiele 2024 in Paris wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Wir werden noch in diesem Jahr eine Konzeption dafür präsentieren.

Aktuell4u: Die RG Treis-Karden und Dagmar und Michael Hippert, ist das die Geschichte, die den Wert des Vereins ausmacht?

Klaus Bischof: Neben vielem anderem und vielen anderen. Aber beide sind unverzichtbar, sie sind die Seele des Vereins. In den 1970er Jahren haben sie den Grundstein für die sportlichen Erfolge, für die Schulpartnerschaft mit Münstermaifeld seit 1990  und die Entwicklung des Vereins gelegt. Wir profitieren damals wie heute von der Arbeit von Dagmar und Michael. Sie sind natürlich ein großer Wert für die RG und nahezu unersetzlich.