Ein packendes Finale bei der Nürburgring Langstrecken-Serie krönte eine erfolgreiche Saison für den AC Mayen: Jürgen und Achim Nett sicherten sich gemeinsam mit Christoph Dupré für Dupré Motorsport den Meistertitel in der Klasse VT2-FW/4WD – trotz Platz zwei im letzten Rennen und eines beinahe folgenschweren technischen Problems.
Schwieriger Start unter Eifelbedingungen
Das Finale am 11. Oktober 2025 begann unter typischen Eifelverhältnissen: Nebel, Feuchtigkeit und wechselnde Griffigkeit machten die Nordschleife zur Herausforderung. Schon im Qualifying kämpfte sich Jürgen Nett durch Code-60-Phasen und Reparaturabschnitte, was Startplatz vier bedeutete. Dennoch gelang dem Team ein starker Auftakt: Gleich zu Beginn eroberte Nett die Führung in der Klasse – trotz tückisch nasser Abschnitte und schwieriger Sicht.
Reifenpoker und Zwischenfall im Rennen
Im Rennverlauf musste das Team taktisch reagieren: Der Wechsel auf Intermediates erwies sich als Fehlentscheidung, da die Strecke immer nasser wurde. Nach einem zusätzlichen Boxenstopp auf Regenreifen übernahm Achim Nett das Steuer und zeigte eine fehlerfreie Leistung. Eine leichte Kollision im Abschnitt Kallenhard kostete zwar Zeit, konnte das Team aber nicht stoppen – dank starker Fahrleistung und Fehlern der Konkurrenz lag der Audi S3 erneut in Führung.
Lärm-Alarm und Nervenprobe im Finale
Für zusätzliche Spannung sorgte ein seltenes Problem: Der Audi überschritt bei der Lärmmessung den zulässigen Grenzwert von 128 Dezibel um ein Dezibel. Zwei Abmahnungen führten dazu, dass Christoph Dupré im letzten Stint das Tempo drosseln musste, um eine Disqualifikation zu vermeiden. Der Vorsprung schmolz dahin, doch mit kontrollierter Fahrt sicherte das Trio Rang zwei im Rennen – und den Gesamtsieg in der Meisterschaft.
Titel, Pokale und Ausblick
Neben dem Klassensieg belegten Achim und Jürgen Nett die Plätze 2 und 3 in der Gentlemen’s Trophy, während Achim Nett und Christoph Dupré in der Produktionswagen-Trophäe 2025 Zweite wurden. Für den AC Mayen und Dupré Motorsport ist es ein Erfolg, der vor allem auf Konstanz, Teamgeist und Erfahrung beruht.
Nach dem emotionalen Saisonabschluss blickt das Team optimistisch auf 2026 – mit einem klaren Ziel: die Titelverteidigung auf der Nordschleife.
