Am 2. Spieltag der Rheinlandliga gewann Ahrweiler das Rhein-Ahr-Derby gegen Andernach mit 5:2, während Mendig das Aufsteigerduell in Wirges 1:3 verlor. Immendorf unterlag erneut, Rübenach feierte mit einem 3:2 gegen Morbach den ersten Sieg. Mülheim-Kärlich schlug Wissen deutlich 5:0, Laubach unterlag Trier II nach drei späten Gegentreffern 1:3.

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Ahrweiler BC : SG 99 Andernach 5:2 (1:2)

Vor 718 Zuschauern im Appolinaris-Stadion, der besten Kulisse seit dem Wiederaufbau nach der Flut, zeigte der ABC seine Ambitionen und siegte auch in der Höhe verdient mit 5:2. Dabei hatten die Andernacher bis kurz vor der Pause dank zweier Tore von Mike Borger (15., 43.) überraschend 0:2 geführt. Mehmet Kuzu verkürzte kurz vor der Halbzeit zum 1:2. "Wir haben auch nach dem 0:2 nicht aufgehört an uns zu glauben, unser Spiel weiter durchgezogen und am Ende hochverdient gewonnen. Eine tolle Reaktion die uns für die kommenden Aufgaben viel Kraft gibt." lobte ABC Coach Mike Wunderlich seine Mannschaft. In der zweiten Hälfte überrannten die Ahrstädter den Gast. Wobei das schnelle 2:2 (46., Almir Porca) das Signal war. Wiederum zweimal Porca (55., 81.) sowie Markus Pazurek trafen für die Hausherren.

Trotz der Niederlage war Andernachs Coach Kim Kossmann zufrieden mit der Leistung seiner Elf und relativierte. "Man muss sagen das Ahrweiler wesentlich besser war. Dennoch: Wir führen 0:2 und lassen dann nach einem katastrophalen Fehler den Anschlusstreffer zu. Das hat uns wahrscheinlich das Genick gebrochen. In der zweiten Hälfte hat Ahrweiler uns überrannt. Kein Wunder bei der Qualität dieses Kaders. Dennoch bin ich mit der Leistung meiner Elf nicht unzufrieden."

SpVgg EGC Wirges : Eintracht Mendig 3:1 (1:1)

Eintracht Mendig hat nach einem schwachen Spiel eine 1:3 Niederlage bei Mitaufsteiger Glas/Chemie Wirges einstecken müssen.

Mendig's Trainer Damir Mrkalj war nach den neunzig Minuten im Wirgeser Theodor-Heuss Stadion bedient. "Das war das schlechteste Spiel seit ich hier Trainer bin. Das wird Konsequenzen haben." Und so war es mit Wirges die "etwas weniger schlechte Mannschaft", die am Ende die drei Punkte einheimste. Von einem blutleeren Auftritt seiner Mannschaft sprach Mrkalj.

Und auch das Abwehrverhalten bemängelte Mrkalj, was Wirges Torjäger Ronaldo Kröber zu zwei Toren nutzen konnte. "Er wurde eher begleitet denn bekämpft", monierte Mrkalj. Erst schlug sein Diagonalschuss zum 1:0 ein (15.) und auch einen fraglichen Elfmeter verwandelte der ehemalige Mayener zum 2:1 (49.) Ein Elfmeter, der Mrkalj die Zornesröte ins Gesicht trieb. "Eine unerklärliche Entscheidung des Schiedsrichters. Der Stürmer läuft aus dem Sechzehner raus und soll von unserem Keeper getroffen worden sein." Zwischenzeitlich hatte Niklas Heinemann den Ausgleich erzielt (26.). Chancen der Mendiger durch den eingewechselten Jonas Hemgesberg und Leo Zerwas wurden leichtfertig gegeben. In der Nachspielzeit machte Euan William-Noss mit dem 3:1 vor 320 Zuschauern den Deckel drauf. 

SG Schneifel : TuS Immendorf 3:2 (1:1)

Der TuS Immendorf hat auch das zweite Saisonspiel verloren. "Unser Plan war es, hier was mitzunehmen", sagte Marvin Schenk, Trainer der Immendorfer nach dem Spiel. Der TuS kam gut in die Partie und ging folgerichtig durch ein Tor von Sebastian Fischer 0:1 in Führung (6.). Knackpunkt war eine knifflige Schiedsrichterentscheidung wenig später. Schenk: "Das war in meinen Augen eine Notbremse an dem durchgebrochenen Robin Reichert und folglich Rot." Der Schiedsrichter sah es anders und beließ es bei der Gelben Karte. Im Laufe der Zeit kam Schneifel besser in die Partie. Vor allem bei Standardsituationen zeigte man seine Qualität beim Ausgleich durch Nicolas Görres (25.). Mit einem Doppelschlag gingen die Westeifler 3:1 in Führung. Ein Eigentor von Andreas Nicolay in der 70. Minute und nur zwei Minuten später das 3:1 durch Simon Reetz. Der Anschlusstreffer von Immendorfs Matthias Törner in der Nachspielzeit kam zu spät. Schenk: "In der zweiten Halbzeit wurde es hektisch, der Gegner agierte mit langen Ballen und bei den Standards haben wir nicht aufgepasst. Wir werden gut trainieren diese Woche und hoffentlich am Wochenende gegen Linz den ersten Dreier einfahren."

FV Rübenach : FV Hunsrückhöhe Morbach 3:2 (2:0)

Nach neunzehn Jahren hat der FV "Rheingold" Rübenach sein erstes Spiel in der Rheinlandliga gewonnen. Und das immerhin gegen die hoch gehandelten Morbacher. FV Trainer Benedikt Lauer war stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben es sehr gut gemacht. Hinten standen wir sehr gut, vorne konnten wir unsere Gelegenheiten im ersten Abschnitt nutzen." Ein Doppelpack von Marcel Miller (34., 37.) sorgte für den 2:0 Pausenstand. In der zweiten Hälfte kamen die Gäste besser auf, kamen zu zahlreichen Torchancen. Eine davon nutzte Noah Lorenz nach sechsundfünfzig Minuten zum 2:1-Anschlusstreffer. "Wir hatten einige Kontermöglichkeiten die wir nicht konsequent ausgespielt haben", sagte Lauer und fügt an, "da hatten wir in der ein oder anderen Aktion des Gegners das nötige Quäntchen Glück, das sie die Chancen nicht gemacht hat. Es hätte am Ende auch 3:3 ausgehen können."

Pascal Tillmanns sorgte für den dritten Treffer des Aufsteigers (3:1, 80.) vor 200 begeisterten Zuschauern auf dem Rübenacher Kunstrasen. Sebastian Schell brachte Morbach zwar nochmal heran (3:2, 89.), am Ende aber standen die ersten drei Punkte für die Koblenzer Vorstädter.

Lauer's Fazit: "Aufgrund der Leidenschaft und dem Einsatz meiner Mannschaft war der Sieg am Ende nicht unverdient." 

SG 2000 Mülheim-Kärlich : VfB Wissen 5:0 (1:0)

Nach der unglücklichen Auftaktniederlage in Trier hat die SG 2000 Charakter gezeigt und den VfB Wissen auch in der Höhe verdient 5:0 geschlagen.

SG Trainer Nenad Lazarevic: "Wir haben das heute sehr gut gemacht und Wissen so bespielt, dass es hier nur einen Sieger geben kann." Mülheim spielte flexibel und riss immer wieder große Lücken in die VfB Abwehr. Paul Heuser machte das erste Tor in der 26. Minute. 

Richtig zur Sache ging es zur Freude der Heimfans in der zweiten Hälfte. Kalle Steinmetz zeigte einmal mehr seine Klasse und traf gegen völlig chancenlose Siegerländer gleich dreimal (47., 73. und 81. Minute). Dazwischen erzielte Martin Jacobs das 3:0 (56.).

"Wir kennen Wissen und ihre Spielweise. Die haben uns in den letzten Jahren oft genug geärgert. Heute aber haben wir das extrem gut gemacht gegen eine Mannschaft, die eigentlich viel besser ist. Das lag allerdings an unserer Herangehensweise", freute sich Lazarevic und "Heute waren alle richtig gut. Auch die von der Bank kamen haben sich nahtlos eingefügt."

SV Laubach : SV Eintracht Trier II 1:3 (0:0)

Bis zur 90. Minute lag der SV Laubach mit 1:0 in Führung, um in der Nachspielzeit gleich drei Tore zu kassieren. Laubachs Trainer Tobias Jakobs war nach der Niederlage bedient. "Das war sehr sehr bitter heute. Wir waren in den ersten achtzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft, um in den letzten Minuten und vor allem der Nachspielzeit das Spiel aus den Händen zu geben. Da hat Trier schon großen Druck aufgebaut." Nachdem Ole Conrad seine Farben in der 68. Minute mit 1:0 in Führung gebracht hatte, sah es lange nach verdienten drei Punkten für die Vulkaneifler aus. Bis das Pendel Richtung Trier ausschlug. Zweimal zeigte Schiedsrichter Dominik Link für die Moselstädter auf den Elfmeterpunkt, zweimal ließ Sufjan Mustaric (90., 90.+2) Jonas Landen keine Abwehrchance.

Aus 1:0 war in kürzester Zeit ein 1:2 geworden. "Der erste Elfer war umstritten, der zweite glasklar", so Jakobs. Als Laubach alles nach vorne warf, traf Triers Janis Hoffmann in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 1:3-Endstand in einem verrückten Spiel. Jakobs: "Nach einer engagierten Leistung verliert man so ein Spiel. So hatten wir es uns nicht vorgestellt."

Die weiteren Spiele:
  • RW Wittlich : VfB Linz 4:0
  • TuS Kirchberg : SG Hochwald 5:0
  • SG Arzfeld : FC Bitburg 1:1