Nach dem Start der Oberliga und Regionalliga geht es auch in der Rheinlandliga wieder los. Nach einigen dramatischen Abstiegen, darunter Mayen, Mendig/Bell und Emmelshausen wurde das Teilnehmerfeld gut durchgerüttelt, doch trotzdem darf man auf ein paar altbekannte Partien gespannt sein. Für Ahrweiler heißt es jetzt: Abstieg vergessen. Mülheim-Kärlich hofft auf guten Saisonauftakt nach starker Vorbereitung, während Rheinlandpokal-Finalist Immendorf sich in der Liga behaupten möchte. Metternich trifft in einer ständigen Revanche auf Wissen und Andernach steigt selbstbewusst in Hentern ein, auch wenn es gegen Hochwald ein dickes Brett zu bohren gibt. Die Übersicht:
SG Hochwald – SG 99 Andernach, Samstag, 12. August, 14:00 Uhr
Mit viel Selbstvertrauen fährt die SG Andernach him Auswärtsspiel nach Hentern.
Beim Tabellendritten der Vorsaison hängen die Trauben bekanntlich hoch, dennoch hat Andernachs Coach Kim Kossmann ein gutes Gefühl. „Wir haben eine richtig gute Vorbereitung gehabt. Die Ergebnisse sind letzten Endes zwar unwichtig, dennoch können wir selbstbewusst zur SG Hochwald fahren.“ Hochwald, schätzt Kossmann, wird auch dieses Jahr wieder ein Wörtchen oben mitreden. „Es ist natürlich gleich zu Beginn ein dickes Brett, was wir bohren müssen. Hochwald verfügt über eine klasse Mannschaft. Es muss alles klappen aus unserer Sicht, um dort punkten zu können. Genau das ist unser Ziel.“
Urlaubsbedingt wird Kossmann auf zwei, drei Spieler verzichten müssen. „Es ist Ferienzeit und es werden uns in den nächsten Wochen diesbezüglich immer wieder Spieler ausfallen. Das ist halt so und es geht nicht nur uns so. Wir haben qualitativ und quantitativ einen großen Kader, alle wollen spielen.“ so Kossmann.
FV Morbach – Ahrweiler BC, Samstag, 12. August, 17:00 Uhr, Rasenplatz Morbach
Auch für Absteiger Ahrweiler BC geht der Ligabetrieb wieder los. Die Generalprobe im Pokal gelang. Gegen einen starken Bezirksligisten aus Liebshausen setzte man sich am Ende klar durch.
Das war schon ein guter Test und eine Standortbestimmung.
- Ahrweilers Trainer Julian Feit
Die Vorbereitung der Kurstädter, die auch in diesem Jahr wieder ihre Heimspiele in Heimersheim absolvieren, war nicht so, wie Feit es sich gewünscht hätte. Und auch morgen wird Ahrweiler nicht in Bestbesetzung antreten können. Vermutlich werden nur 15 Spieler mit nach Morbach fahren können.
Personelle Knappheit, teilweise fehlende Eingespieltheit und ein starker Gegner. Ahrweiler fährt nicht als Favorit in den Vorderhunsrück. Gegner Morbach war nach einer verhaltenen ersten Saisonhälfte immerhin Vierter geworden. Das soll auch die Benchmark für die Saison 2023/24 sein.
FC Metternich – VfB Wissen, Sonntag, 13. August, 14:00 Uhr, KRP Trifter Weg
Jährlich grüßt das Murmeltier, wenn der Spielplan den 1. Spieltag ausweist. Metternich trifft auf Wissen - wie so oft. FCM Trainer Patrick Kühnreich, der in seine dritte Saison bei den Germanen geht, hat Respekt vor den Siegerländern.
Ein schwer zu bespielender Gegner. Eine Mannschaft, die robust, zweikampfstark ist.
- Metternich Trainer Patrick Kühnreich
Ein Vorteil könnte es sein, dass das Spiel in Metternich stattfindet. In Wissen hatten wir keine Chance, zu Hause könnte es besser aussehen. Die Vorbereitung war nicht so, wie Kühnreich es sich gewünscht hätte. Dennoch hofft er auf drei Punkte und einen guten Start in die Liga. „Es fehlen uns Spieler wie noch im letzten Jahr Bence Kast oder Enrico Rössler. Aufgrund dessen hat sich unser System anpassen müssen und daran arbeiten wir noch.“ so Kühnreich.
SG Mülheim-Kärlich – FSV Trier Tarforst, Sonntag, 13. August, 15:00 Uhr, Rasenplatz Mülheim Kärlich
Auch die SG Mülheim-Kärlich startet mit einem Heimspiel in die neue Saison. „Wir freuen uns auf die neue Saison.“ so SG 2000-Trainer Nenad Lazarevic. Nach der schlimmen Oberliga Abstiegsrunde mit vielen Verletzten und kleinem Kader hat man in "Müllem" qualitativ und quantitativ aufgerüstet.
Die Vorbereitung war gut, wir sind zufrieden. Die neuen Spieler haben sich gut integriert.
- Mülheim-Kärlich Trainer Nenad Lazarevic
Neuzugänge wie der junge Loosen oder Mooktarani haben schon bewiesen, dass sie Rheinlandliga können, dazu ein erfahrener Mann wie Tobias Uhrmacher, der uns gut tut.“ Gleichzeitig verweist er auf die Wichtigkeit des ersten Spiels. „So schön wie es ist, wenn man eine gute Vorbereitung hatte. Geht der Start daneben, nützt das alles nichts.“ Respekt hat Mülheims Trainer vor den Gästen. „Tarforst spielt seit Jahren oben mit in der Liga. Verfügt über eine starke Mannschaft, sind gefährlich beim umschalten.“ Man erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Kleinigkeiten werden entscheiden.“ so Lazarevic der auf eine gute Kulisse im Schulsportzentrum hofft.
TuS Immendorf – FSV Salmrohr, Sonntag, 13. August, 15:00 Uhr, KRP Immendorf
Gekommen, um zu bleiben! Das ist die Devise des Aufsteigers TuS Immendorf, der ein traumhaftes Jahr 2022/23 hinter sich hat. Neben dem Aufstieg brillierte man im Rheinlandpokal und schaffte es tatsächlich ins Finale. Gegen Lokalrivale RW Koblenz unterlag man nur knapp mit 0:1.
Schnee von gestern. Jetzt möchte man den erfolgreichen Weg in der Rheinlandliga weitergehen.
Unser Ziel sind 55 Punkte. Das wäre ein sicherer Mittelfeldplatz und das wollen wir erreichen.
- TuS Immendorf Coach Sascha Oestreich
Der Gegner ist allerdings nicht von Pappe. Mit dem FSV Salmrohr gastiert ein namhafter und ambitionierter Verein in Immendorf.
In Immendorf freut man sich auf die Rheinlandliga und zahlreiche Derbys. „Das Pokalspiel war gut, wir sind vorbereitet.“ freut sich Oestreich auf den Start in ein Abenteur, das nicht nur ein Jahr dauern soll.
