In der Rheinlandliga Saison 2022/23 gelingt dem FC Cosmos Koblenz, dank einer herausragenden Defensive und starken Leistung seiner Spieler, der Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz, obwohl sie die Saison nicht als Meister abschließen konnten.

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Die Fußball-Saison 2022/23 ist vorüber, auch in der Rheinlandliga. Bevor es bei den ersten Mannschaften im Amateurbereich in Kürze schon wieder mit der Vorbereitung auf die Saison 2023/24 losgeht, wollen wir noch einmal die Saison der Teams aus der aktuell4u-Region beleuchten

Den vierten Teil widmen wir dem FC Cosmos Koblenz. Der FC Cosmos hat den Durchmarsch von der Bezirksliga in die Oberliga Rheinland-Pfalz durch zwei 1:0 Siege in der Relegation gegen RW Hasborn und bei TuS Marienborn realisiert.

Aufstieg, aber kein Meister

Am Ende musste man beim FC Cosmos zwar auf Meisterlorbeeren verzichten, es stand aber das, was sich der ambitionierte Verein vorgenommen hatte: Der Aufstieg in die Oberliga.

Ein Mahner und Warner war stets Trainer Zoran Levnaic. Natürlich wusste der serbische Fußballfachmann welch überdurchschnittliche Mannschaft er trainiert. Das dort etliche Spieler unter professionellen Bedingungen spielen, leben und trainieren. Dennoch blieb Levnaic stets bescheiden und respektvoll dem Gegner gegenüber.

Die Geschichte Cosmos/Rheinlandliga ist im Grunde recht schnell erzählt. Nur an drei Spieltagen (6.-8.) standen die Koblenzer nicht auf einem der zwei möglichen Aufstiegsplätze. Insbesondere an der Defensive der Cosmonauten, die an 34 Spieltagen lediglich 21 Gegentreffer hinnehmen mussten, bissen sich die Gegner der Reihe nach die Zähne aus. Und vorne hatte man große Qualität. Hendrik Hillen (18 Treffer), Zamoranho Ho-A Tham (17) sowie Vilim Posinkovic (15) erzielten 50 der insgesamt 80 Tore für den FC Cosmos.

Auf Augenhöhe mit dem Meister

In der Vorrunde sammelte man 40 Punkte, ging als Tabellenzweiter drei Punkte hinter dem FC Hochwald-Zerf in die Winterpause. Zwar überholte man die Hochwälder noch, zur Meisterschaft sollte es allerdings nicht reichen, da der FC Bitburg unglaubliche 49 von 51 möglichen Punkten in der Rückrunde erzielte. Das Spitzenspiel in Bitburg endete 1:1, womit die Cosmonauten die einzige Mannschaft 2023 waren, die dem Meister einen Punkt abtrotzen konnten.

Cosmos beendete die Saison mit 76 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz. Für die anstehende Relegation war man gut gerüstet. Auf eigenem Platz in Weißenthurm besiegte man vor gut 500 Zuschauern den saarländischen Vizemeister SV Rot-Weiß Hasborn in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit 1:0. Niall Patrick Raben machte aus der Weißenthurmer Schulsportanlage ein Tollhaus. Drei Tage später schlug man den Südwest-Vize TuS Marienborn in Mainz vor 800 Zuschauern ebenfalls mit 1:0, Torschütze Vilim Posinkovic.

Die Erfolgsstory, die eng mit dem Förderer und Mäzen Remo Rashica verbunden ist, geht also in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in die nächste Runde. Dann mit neuem Trainer. Der Aufsteiger verpflichtete Rene van Eck als neuen Übungsleiter. Der 57jährige Niederländer, der in Deutschland unter anderem schon bei Alemannia Aachen, Carl Zeiss Jena und dem 1. FC Nürnberg gearbeitet hat, tritt die Nachfolge von Zoran Levnaic an.