Marco Heise bringt viel Erfahrung mit nach Neuwied.

VC 77 Neuwied setzt auf die Jugend

Nachdem die Personalplanungen für die bevorstehende Saison jetzt abgeschlossen sind, hat man beim Neuwieder Bundesligisten längerfristige Ziele ins Auge gefasst: Mit Marco Heise wurde ein hauptamtlicher Jugendtrainer und –koordinator verpflichtet.

Einerseits macht man sich damit daran, eine Lizenzierungsauflage der Volleyball-Bundesliga (VBL) zu erfüllen, die jeden Erstligisten verpflichtet, in den nächsten Jahren ein hauptamtlich geführtes regionales Jugend-Leistungszentrum aufzubauen. Andererseits wurde der stetige Aufstieg der Mannschaft in den vergangenen Jahren maßgeblich durch Nachwuchsspielerinnen aus Volleyballgruppen der Schulen und des VC Neuwied ins Laufen gebracht. Auch wenn die Luft nach oben hin immer dünner wird und im Kader der Deichstadtvolleys überwiegend internationale Profis stehen, soll an diese Tradition angeknüpft werden.

Der 29-jährige Heise bringt dafür einiges an Erfahrung mit: Bei Orplid Darmstadt und Bundesligist TG Rüsselsheim war er als Trainer und Organisator im Jugendbereich tätig und gehörte dem Jugendtrainerteam des erfolgreichen Hessischen Volleyballverbands an.

Trotzdem bedeutet für ihn die Berufung ins Trainerteam des Bundesligaaufsteigers einen Karrieresprung: „Ich sehr glücklich, dass der VC Neuwied mir die Möglichkeit gegeben hat, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Ich bin stolz darauf, als noch junger Trainer das Vertrauen des Vereins hinter mir zu haben“, freut er sich. 

Viel Zeit zum Akklimatisieren nach seinem Umzug aus dem Rhein-Main-Gebiet blieb Heise allerdings nicht. „Die ersten Tage in Neuwied waren natürlich aufregend und ich wurde direkt ins kalte Wasser geworfen mit Trainingseinheiten und Planung für die Ferien“, erzählt er. Cornelia Weigel, die für den Vereinsvorstand gemeinsam mit Jugendwart Fabian Mohr das Projekt begleitet, kann dies nachvollziehen: „Gruppentraining ist in der gegenwärtigen Phase der Pandemie erst seit kurzem wieder möglich. Die Schulen hatten lange Zeit andere Sorgen, als sich um Volleyball-AGs zu kümmern“, erklärt sie. „So ist der gesamte Nachwuchssport verschüttet worden. Den müssen wir in dieser ersten Phase zunächst wieder ausgraben, um im neuen Schuljahr über Schul-AGs und Kooperationen wie die mit dem Werner-Heisenberg-Gymnasium die Fundamente unserer Nachwuchsgewinnung auszubauen“.

So wird Marco Heise in der verbleibenden kurzen Zeit bis Ferienbeginn noch möglichst viele „Volleyball-Schnupperkurse“ in Schulen abhalten. Für die Ferien sind Trainingscamps für Jugendliche, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen, im Beachsand wie in der Halle geplant. 

Weil das Jugendprojekt nach den Ferien in die Region ausgeweitet werden soll, eine Kooperation („Die Mittelrheinvolleys“) mit DJK Andernach besteht bereits, ist er dabei, sich mit Vereins- und Verbandsstrukturen vertraut zu machen, lässt sich von der Weite des Aufgabenfelds aber eher inspirieren: „Man sieht, dass in der Region Mittelrhein langfristig etwas Großes entstehen kann und dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Ich will von Anfang an mit vollem Engagement dabei sein. Ich möchte gemeinsam mit der VCN-Familie die Region Mittelrhein nachhaltig prägen …“. 

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