Ihr Lieben,
der Herbst hält mit großen Schritten Einzug. Morgens kratzen die Temperaturen an der 10-Grad-Marke, während die Nachmittage uns noch einmal die letzten Sommersonnenstrahlen schenken. Die perfekte Zeit für Erkältungen und Infekte.
Uns hat es diese Woche gleich erwischt: Erst die Bindehautentzündung, nun auch noch Schnupfen und Ohrenschmerzen. Wenn Kinder krank sind, leidet man als Mama natürlich mit. Besonders schwer ist es, wenn man, so wie ich, den Kleinen nur bedingt helfen kann. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf naturheilkundliche Methoden setze. Mir geht es dabei nicht nur darum, Symptome zu bekämpfen, sondern dem Körper die Zeit und Ruhe zu geben, die er braucht, um zu heilen. Eine positive Perspektive: Wir sind nicht krank – unser Körper nimmt sich die Pause, die er braucht, um wieder in Balance zu kommen.
Für Kinder ist dieser Gedanke aber schwer zu verstehen. Sie wollen Trost, Fürsorge und vor allem Nähe. Gerade, wenn man selbst mit schlaflosen Nächten kämpft und das Arbeitspensum von Zuhause zu schaffen ist, wie bei mir, spürt man den Spagat zwischen Job und Muttersein besonders stark. Doch was tun, wenn kein Netzwerk da ist, das unterstützt? Die Großeltern vielleicht weit weg oder beruflich auch stark eingespannt?
Die Herausforderung, die Betreuung und den Job unter einen Hut zu bringen, kennen wahrscheinlich viele Eltern, doch ich frage mich: Wie geht es den Vätern damit? Spüren sie denselben Druck, wenn die Kinder krank sind, oder liegt diese Last nach wie vor hauptsächlich bei uns Müttern? Und was ist mit den Alleinerziehenden? Das verdient sicher noch eine eigene Kolumne.
Eins steht fest: Die Mützenzeit hat begonnen, der Zwiebellook ist euer Freund und mit einem gut gefüllten Tee- und Medizinschrank kommt man auch durch den Herbst. Bleibt gesund und denkt daran – der Körper braucht manchmal einfach eine Pause.
Herzlichst, eure Dani
