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Ausstellungseröffnung in der Albert-Schweitzer-Realschule plus

(v.l.) Julia Albert, Schulleiterin Karin Butter, Oberbürgermeister Wolfgang Treis sowie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a bei der Ausstellungseröffnung in der Albert-Schweitzer Realschule plus Mayen. (Foto: Claudia Überhofen/ Stadt Mayen)


In den letzten Tagen wurde, nach dem im März ausgestellten ersten Teil der Jubiläumsausstellungen „Von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ im Megina Gymnasium Mayen, nun der zweite Teil „Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel“ in der Albert-Schweitzer-Realschule plus von Oberbürgermeister Wolfgang Treis und Schulleiterin Karin Butter eröffnet.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte, gemeinsam mit dem Beauftragen der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, zwei Ausstellungen anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls und der Wiedervereinigung. Die Ausstellung in der Albert-Schweitzer Realschule plus widmet sich dem Alltag der Deutschen Einheit seit 1990. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen. Die Bilder und Texte thematisieren die Erwartungen und das Vertrauen, das die Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung verbunden hatten. Ergänzende QR-Codes verlinken zu Zeitzeugenvideos. Die 20 Tafeln in der Aula erzählen von den Neuanfängen und Aufbrüchen, wie auch vom Willen, die SED-Diktatur aufzuarbeiten. Sie dokumentieren die Verzweiflung, die Verlusterfahrungen und Ängste, die die 1990er Jahre in Ostdeutschland prägten.

In Anwesenheit von zwei weiteren Lehrerinnen sowie vier Schülerinnen und Schülern der Klasse 8a wurde das Thema Umbruch Ost von verschiedenen Seiten beleuchtet und mit eigenen Erfahrungsberichten ergänzt.

Oberbürgermeister Wolfgang Treis führte den Schülern den Alltag in der damaligen DDR vor Augen, wie beispielsweise die erheblichen Reiseeinschränkungen und die Fluchtversuche, sowie die besondere Situation der Wendezeit mit den Montagsdemos in Leipzig sowie später auch der Rede Genschers in der Prager Botschaft. Auch die anderen Anwesenden erzählten von Ihren Erlebnissen zu diesem Thema – beispielsweise ihren Museumsbesuchen in Berlin und Bonn. „Es freut mich, dass wir dazu beitragen, den Schülern die damalige „Lebenswelt“ in der DDR mit Beispielen zu verdeutlichen“, so der Stadtchef.

Die Aktualität des Themas wurde deutlich beim Vergleich der Situation vor der Wende mit der jetzigen in Belarus. Damals wie heute gingen mutige Menschen auf die Straße, um für ihre Freiheit und Rechte zu kämpfen.

Ursprünglich war diese Ausstellung wie zu Beginn erläutert der zweite Teil einer Doppelausstellung. Die beiden beteiligten Schulen wollten sich gegenseitig besuchen, was jedoch aufgrund der derzeitigen Corona-Auflagen nicht mehr möglich ist. Die Schulleiterin Frau Butter schlug, um trotzdem von der Gesamtausstellung profitieren zu können, einen Austausch der Poster vor.

Um auch die BürgerInnen mit der Ausstellung zu erreichen, wird sie nun bis zu den Herbstferien in der Aula der Albert-Schweitzer-Realschule plus unter Beachtung der Corona Hygienevorschriften zu sehen sein - nach vorheriger Anmeldung im Schulsekretariat (telefonisch unter 02651/970820 oder per E-Mail an info@realschule-mayen.de).

(Quelle: Pressemeldung der Stadt Mayen)