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Achtsamkeit im Beruf


Wie du im Job kleine Inseln der Achtsamkeit schaffst

Deine To-do-Liste ist voll, die Termine eng getaktet und deine Mittagspause besteht aus einer schnellen Tasse Kaffee zwischen zwei Zoom-Meetings. Kaum ist es etwas ruhiger wird die Stille vom Klingeln des Telefons unterbrochen oder es klopft an der Bürotür… Der Büroalltag kann ganz schön stressig sein…
Ist diese Situation die Ausnahme, kann man das schon einmal durchgehen lassen –ist das aber dein „Normal“, können Überforderung und Frustration zu Dauerstress und Erschöpfung führen. Umso wichtiger ist es, gerade im stressigen Arbeitsalltag einen kühlen Kopf zu bewahren und erholsame Pausen einzuplanen.
Was meine ich mit erholsamen Pausen?

Pause ist nicht gleich Pause – und vor allem ist nicht jede Pause erholsam: Wenn du nun eine Pause einlegst, dabei durch deine Social-Media-Feeds scrollst und nebenbei etwas Schokolade aus dem Snackautomaten knabberst, verstreichen die Minuten, ganz ohne, dass du dabei eine erholsame Wirkung spüren kannst.
Erholsame Pausen hingegen sind Pausen, die du ganz bewusst einlegst und so nutzt, dass du eine stressmindernde Wirkung spüren kannst. Klar lässt sich im Arbeitsalltag nicht immer alles achtsam angehen. Gerade in Positionen mit viel Verantwortung oder Kundenkontakt ist das nicht immer möglich. Dennoch können dir kleine Achtsamkeitsübungen im Arbeitsalltag dabei helfen, dein Arbeitsleben entspannter zu gestalten.

4 Möglichkeiten, Achtsamkeit in den Beruf zu integrieren
  1. Atempause: Setze dich aufrecht auf die vordere Kante deines Bürostuhls, lege eine Hand auf deinen Bauch, die anderen Hand auf deine Brust und atme für ein paar Atemzüge tief durch die Nase ein und aus. Spüre dabei bewusst, wie sich beim Einatmen zunächst deine Bauchdecke gegen deine Hand schiebt und sich dann deine Brust hebt. Mit dem Ausatmen senken sich Brust und Bauchdecke wieder. Fokussiere dich dabei voll und ganz auf deine Atmung, die dir dabei hilft, den Stresskreislauf zu durchbrechen, einen klaren Kopf zu bekommen und die Anspannung zu lösen.
     
  2. Fresh-up mit Pfefferminze: Gib etwas Pfefferminzöl in deine Handflächen, verreibe das ätherische Öl zwischen den Händen und nimm ein paar tiefe Atemzüge, während du das Öl aus deinen Handflächen inhalierst. Damit wirkst du einerseits der flachen, verkrampften Atmung entgegen, die wir in stressigen Situationen haben, zum anderen kann Pfefferminzöl dir dabei helfen, zu deiner Aufmerksamkeit zurückzukehren und deine Konzentration zu verbessern.
     
  3. Mini Geh-Meditation: Nutze jeden Gang zum Kopierer, zur Toilette oder in die Küche für eine Mini Geh-Meditation: Anstatt über den Flur zu flitzen, setze jeden Schritt ganz bewusst vor den anderen, rolle über die gesamte Länge deiner Füße ab und richte deine Aufmerksamkeit nur auf diese Bewegung.
     
  4. Bewusste Trinkpause: Gieße dir ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee ein, trinke ganz bewusst Schluck für Schluck und genieße dabei jeden einzelnen Schluck. Erspüre das Wasser bzw. den Tee und nimmt seine Wirkung wahr. Führe jede dieser Handlungen voller Achtsamkeit aus.

Jetzt ist es an dir…

Probiere die Methoden im Arbeitsleben aus und mache dir bewusst, welche Wirkung sie auf dich haben. Jede der Übungen dauert nur ein paar Minuten und lässt sich gut umsetzen. Und wenn du denkst, du hast keine Zeit dafür, dann solltest du es erst recht versuchen!

Ganz nach dem Motto dieses alten Zen-Sprichwortes: „Du solltest jeden Tag 20 Minuten meditieren. Außer, du hast keine Zeit dafür, dann solltest du 1 Stunde lang meditieren.“